Heute ist der 20.02.2026 und die schneereichen Berge Tirols sind erneut Schauplatz dramatischer Lawinenabgänge geworden. Am Freitagvormittag ereigneten sich mehrere Lawinen in der Region, die zu besorgniserregenden Verletzungen und einem groß angelegten Einsatz der Rettungskräfte führten. Insgesamt sechs Wintersportler wurden verschüttet, wobei drei Personen teils schwer verletzt wurden. Die Lawinenabgänge fanden in Fügenberg, Aschau im Zillertal, Nauders und Alpbach statt. Besonders gravierend war die Situation in Alpbach, wo im Bereich Schatzberg drei Personen verschüttet wurden, von denen eine möglicherweise reanimiert werden musste.
In Nauders und Fügenberg wurde jeweils eine Person verschüttet und konnte von den Rettungskräften befreit werden. Glücklicherweise konnte ein weiterer verschütteter Wintersportler in Aschau im Zillertal selbstständig ins Tal abfahren. Eine Suche nach möglichen Verschütteten nördlich der 12er Sportiv-Piste in Fiss blieb jedoch ergebnislos, und auch hier war die gesicherte Piste nicht betroffen. Ein weiterer Vorfall ereignete sich in Bach im Bezirk Reutte, wo ein Bus von einer Lawine erfasst wurde, doch glücklicherweise gab es keine Verletzten. Diese Lawine ereignete sich gegen 5:00 Uhr auf der Lechtalstraße (B198), was die Bergrettung Elbigenalp, die Polizei und die Straßenmeisterei zu einem Einsatz mit lokaler Umleitung führte.
Erhöhte Lawinengefahr
Die aktuelle Lawinengefahrenstufe liegt in Tirol bei 4, was eine große Gefahr in höheren Lagen bedeutet. Die Wetterbedingungen mit Neuschnee und starkem Westwind haben zur Bildung von Triebschneeansammlungen geführt, die an allen Expositionen oberhalb der Waldgrenze besonders störanfällig sind. Es wird gewarnt, dass Schneebretter in tiefere Schichten durchreißen und groß werden könnten, was die Gefahr für Wintersportler erhöht. In den letzten Tagen gab es bereits zwei Lawinentote, weshalb ein Appell an alle Wintersportler ergeht, von Touren und Fahrten im freien Skiraum abzusehen.
Zusätzlich zu den bereits genannten Vorfällen gab es laut der Leitstelle Tirol mehrere Verschüttete, auch wenn gesicherte Informationen hierzu zunächst fehlten. Die Einsatzkräfte waren mit groß angelegten Suchaktionen beschäftigt, um alle Betroffenen zu finden. Die Situation bleibt angespannt, und die Warnungen vor gefährlichen Schneeverhältnissen sind weiterhin aktuell. Zu den betroffenen Wintersportlern zählen insgesamt vier Personen in Hochfügen, Aschau im Zillertal und Nauders im Bezirk Landeck.
Fazit und Ausblick
Die aktuelle Lawinensituation in Tirol erfordert höchste Vorsicht. Wintersportler sollten sich der Risiken bewusst sein und sich an die Empfehlungen der Sicherheitsbehörden halten. Die Kombination aus frischem Schnee und starkem Wind hat das Lawinenrisiko in der Region erheblich erhöht. Daher ist es ratsam, auf gesicherte Pisten zu bleiben und auf eigenständige Touren im freien Gelände zu verzichten. Die tragischen Vorfälle der letzten Tage sind ein eindringlicher Appell an alle, sich verantwortungsvoll zu verhalten und die Sicherheit in den Bergen nicht zu gefährden. Weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen sind unter Südtirol News und 5min zu finden.