In der malerischen Kulisse von Landeck, wo die Berge Geschichten erzählen und die Natur sich in voller Pracht zeigt, steht die Trophäenschau der Jägerschaft des Bezirkes Landeck bevor. Am 14. und 15. März 2026 wird die WM-Halle in St. Anton am Arlberg zum Schauplatz für diese bedeutende Veranstaltung. Bezirksjägermeister Reinhold Siess hat bereits einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen im Jagdwesen geworfen und präsentiert dazu wichtige Zahlen und Fakten.
Der Bezirk Landeck umfasst insgesamt 104 Eigenjagdgebiete sowie 42 Genossenschaftsjagden. Von diesen werden 12 Reviere von Grundeigentümern bewirtschaftet, während 37 an ausländische Pächter vergeben sind. Der Rest ist in den Händen heimischer Jagdausübungsberechtigter. Für den Jagdschutz sind 7 Berufsjäger, 1 hauptamtlicher Jagdaufseher und 175 nebenamtliche Jagdaufseher im Einsatz. Diese engagierten Personen tragen dazu bei, die Wildbestände zu regulieren und der Natur auf die Sprünge zu helfen.
Jagdkarten und Wildbestände
Im Jahr 2025 wurden im Bezirk Landeck insgesamt 1.921 Jagdkarten ausgegeben, darunter 292 an ausländische Jäger (15,20 %) und 161 an Jägerinnen (8,38 %). Außerdem wurden 256 Jagdgastkarten verteilt. Die positive Nachricht: Die Abschusserfüllung für Wildarten hat sich verbessert, insbesondere in den TBC-betroffenen Revieren. So wurde im hinteren Stanzertal die höchste Anzahl an erlegtem Rotwild verzeichnet. In diesem Jagdjahr wurden 233 Stück Rotwild untersucht, wobei 177 aus dem hinteren Stanzertal und 56 aus dem Raum Galtür stammten. Von diesen waren 23 Stück positiv getestet, während ein Befund noch in Abklärung ist. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden 183 Tiere untersucht, von denen 11 positiv waren. Die intensivierte Beprobung führt offenbar zu höheren Nachweisen.
Die Trophäenschau wird von Hegemeister Markus Schwarz und der Jägerschaft des Hegeringes Vorderes Kaunertal organisiert. Sie dient nicht nur der Präsentation der erlegten Tiere, sondern auch der Information und Transparenz über die Arbeit der Jägerschaft sowie deren Beitrag zur Wildbestandsregulierung und zum Waldschutz. Diese Aspekte sind für die Öffentlichkeit von großer Bedeutung und fördern das Verständnis für die Jagd.
Digitale Unterstützung für Jäger
In der heutigen Zeit ist die Digitalisierung auch in der Jagd angekommen. Die Plattform Jagdstatistik.de ermöglicht eine effiziente Verwaltung von Jagdstrecken und Fallwild für Jäger, Jagd- und Revierpächter sowie Hegegemeinschaften. Mit dieser Software wird die Pflege der Jahresstrecke eines Reviers erheblich vereinfacht, und der Aufwand für die Erstellung von Vorgabeplänen wird reduziert. Reviere können sich mit registrierten Hegegemeinschaften verbinden, um die Arbeit zu minimieren. Ein weiterer Vorteil ist, dass Jäger ihre Abschüsse und Fallwild online eintragen können. Die Registrierung ist kostenfrei und unverbindlich.
Eine App ermöglicht das Hochladen von Meldungen mit Fotos und GPS-Daten, die automatisch auf der Revierkarte angezeigt werden. In der Gratisversion können bis zu 10 Meldungen pro Revier und Jagdjahr eingegeben werden. Hegegemeinschaften profitieren ebenfalls von dieser Plattform, die kostenfrei genutzt werden kann.
Wissenschaftliche Unterstützung durch den DJV
Der Deutsche Jagdverband e.V. (DJV) spielt eine zentrale Rolle in der Forschung und Aufklärung. Unter WILD wird seit 2001 das Ziel verfolgt, Wildtierpopulationen zu dokumentieren und Erhaltungsstrategien zu entwickeln. Die Datenerhebung umfasst Wildtierzählungen in Referenzgebieten sowie Bestandseinschätzungen in Jagdbezirken Deutschlands. Revierdaten werden anonymisiert in einer internen Datenbank gespeichert, um die Privatsphäre der Jäger zu schützen.
Der DJV bietet auch umfassende Informationen zum Datenschutz und den Rechten der Betroffenen an. Dazu gehören Auskunftsrechte über verarbeitete Daten sowie die Möglichkeit der Berichtigung, Löschung und Einschränkung der Verarbeitung. Diese Transparenz ist entscheidend, um Vertrauen in die Jagd und ihre Praktiken zu schaffen.
Insgesamt zeigt sich, dass die Jägerschaft im Bezirk Landeck aktiv an der Wildbestandsregulierung arbeitet und dabei moderne Technologien und wissenschaftliche Erkenntnisse nutzt. Die bevorstehende Trophäenschau wird sicherlich ein Highlight für alle, die sich für die Natur und die Jagd interessieren.





