Am 24. Februar 2026 fand der Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer Landeck statt, an dem eine Wirtschaftsdelegation aus dem Bezirk Vinschgau des Südtiroler Wirtschaftsrings (SWR) teilnahm. Ziel dieser hochkarätigen Veranstaltung war der grenzüberschreitende Austausch zur wirtschaftlichen Verbundenheit zwischen den Regionen. Katja Trauner, die seit diesem Jahr den Vorsitz des Bezirksausschusses Vinschgau übernommen hat, nutzte die Gelegenheit, um wichtige Kontakte mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik in Nordtirol zu knüpfen. Im Rahmen der Gespräche wurden aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen sowie gemeinsame Zukunftsthemen erörtert. Besonders hervorzuheben war der Austausch mit Tirols Landeshauptmann Anton Mattle, in dem zentrale Anliegen der regionalen Wirtschaft besprochen wurden.

In den Gesprächen standen Themen wie der Fachkräftemangel, die Entwicklung von Gewerbegebieten und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Die Bedeutung der Beziehungen über die Brennergrenze wurde von den Vertretern des SWR eindringlich betont. Rita Egger, die bis Ende 2025 als SWR-Bezirkspräsidentin tätig war, hatte die Teilnahme an diesem wichtigen Netzwerktreffen initiiert und begleitete die Delegation. Zu den weiteren Teilnehmern gehörten Daniela Folie (Bezirksobfrau lvh Obervinschgau), Karl Pfitscher (Vorsitzender HGV 65 Plus), Roselinde Gunsch (Präsidentin Bezirksgemeinschaft Vinschgau) und Urban Rinner (Generalsekretär Bezirksgemeinschaft Vinschgau).

Stärkung der Wirtschaftsstandorte

Der Besuch in Landeck unterstreicht die enge Kooperation und den gemeinsamen Einsatz für starke Wirtschaftsstandorte in der Region. Die Wirtschaftsdelegation sieht in der Intensivierung der wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Südtirol und Nordtirol eine Chance, bestehende Netzwerke zu festigen und neue Kontakte zu knüpfen. Solche grenzüberschreitenden Initiativen sind besonders wichtig, da viele Herausforderungen, wie der Fachkräftemangel, grenzüberschreitend sind und nur durch enge Abstimmung und gemeinsame Lösungsansätze bewältigt werden können.

Ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen in den Grenzregionen zeigt, dass diese als wichtige Nahtstellen für die europäische Integration fungieren. Mehr als ein Drittel der EU-Bevölkerung lebt in Grenzregionen, was deren Bedeutung weiter unterstreicht. Im Schengen-Raum sind die Grenzkontrollen weitgehend aufgehoben, was grenzüberschreitendes Leben und Arbeiten erleichtert. Dennoch offenbarte die Covid-19-Pandemie sowohl Herausforderungen als auch Chancen in diesen Regionen, insbesondere durch die temporären Grenzschließungen. Diese führten zu Beeinträchtigungen des Personen- und Warenverkehrs, aber auch zu bemerkenswerter Solidarität in der Nachbarschaftshilfe.

Ausblick auf die Zukunft

Die Notwendigkeit, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auszubauen und bürokratische Hürden abzubauen, wird zunehmend erkannt. In diesem Zusammenhang hat die Bundesregierung verschiedene Initiativen zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ins Leben gerufen. Dazu gehören Studien zur Analyse von Mobilitätshindernissen und die Einrichtung von Förderprogrammen, die darauf abzielen, grenzüberschreitende Aktivitäten zu unterstützen. Solche Maßnahmen sollen nicht nur die wirtschaftliche Zusammenarbeit fördern, sondern auch eine langfristige Perspektive für die Entwicklung der Grenzregionen schaffen.

Insgesamt zeigt der Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer Landeck, wie wichtig der Dialog und die Zusammenarbeit zwischen den Regionen sind, um Herausforderungen gemeinsam zu meistern und die wirtschaftliche Zukunft nachhaltig zu gestalten. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter diesem Artikel und hier.