Im Landkreis Emmendingen gibt es Grund zur Freude: Ein neuer Geh- und Radweg zwischen Mundingen und Landeck wurde offiziell freigegeben. Der erste Bauabschnitt erstreckt sich über 660 Meter und ist 2,50 Meter breit. Dieser Weg ist durch einen 1,75 Meter breiten Grünstreifen von der Fahrbahn abgetrennt, was nicht nur die Sicherheit der Radfahrer und Fußgänger erhöht, sondern auch dazu beiträgt, den Verkehr zu entlasten und eine engere Verbindung zwischen den beiden Gemeinden zu schaffen. Landrat Hanno Hurth hebt die Bedeutung dieses Radwegs im Rahmen des Radverkehrskonzepts hervor, das insgesamt 600 km Radwege im Landkreis umfasst. Die Planungen für den Geh- und Radweg begannen bereits im Jahr 2017 und wurden 2019 ins mehrjährige Kreisstraßen- und Radwegebauprogramm aufgenommen. Ein Kreistagsbeschluss für das Projekt folgte 2020, und der Grunderwerb wurde im Jahr 2024 abgeschlossen. Der Bau, der von der Firma Vogelbau durchgeführt wurde, wurde Ende Januar 2026 fertiggestellt. Die Baukosten betrugen rund 600.000 Euro, wobei bis zu 90 % durch das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) und das Bundes-Sonderprogramm „Stadt und Land“ gefördert wurden. Der zweite Bauabschnitt in Richtung Landeck ist momentan zurückgestellt, da ein neues Baugebiet der Gemeinde Teningen geplant ist. Es wird auch geprüft, ob der Gehweg als gemeinsamer Geh- und Radweg genutzt werden kann, wobei eine sichere Einfädelung in den Mischverkehr bereits baulich berücksichtigt wurde. Landrat Hurth dankt den Entscheidungsträgern, Grundstückseigentümern sowie den Planungs- und Baupartnern, einschließlich dem Regierungspräsidium Freiburg. Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie in diesem Artikel auf Regiotrends.
Förderung des Radverkehrs
Der neue Geh- und Radweg profitiert von einem umfassenden Förderprogramm für Rad- und Fußverkehr in Baden-Württemberg, das im Rahmen des LGVFG ins Leben gerufen wurde. Dieses Programm unterstützt Landkreise, Städte und Gemeinden beim Um- und Ausbau der Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur. Das Ziel ist klar: Netzlücken im Radverkehr zu schließen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Das aktuelle Förderprogramm für den Zeitraum von 2025 bis 2029 umfasst mehr als 1.000 Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von über einer Milliarde Euro. Das Land Baden-Württemberg stellt dabei über 400 Millionen Euro zur Verfügung und es handelt sich um das größte Förderprogramm für Rad- und Fußwege in der Geschichte des Landes. In der letzten Programmveröffentlichung 2024 wurden 258 neue Maßnahmen mit einer Gesamtinvestition von rund 165 Millionen Euro hinzugefügt. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Website des Regierungspräsidiums Baden-Württemberg.
Nachhaltigkeit und Mobilität
Der Radverkehr spielt eine entscheidende Rolle bei der Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung und ist ein wesentlicher Teil des Mobilitätsmixes in Deutschland. Verschiedene Programme stellen Mittel für die Förderung und Finanzierung des Radverkehrs bereit, und im Jahr 2025 bleibt die Förderung auf dem bisherigen Niveau, mit einer geringfügigen Erhöhung der finanziellen Mittel. Dies sorgt dafür, dass die Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung und Stärkung des Radverkehrs erhalten bleibt. Es ist wichtig zu betonen, dass der Bau und Erhalt von Radwegen an Bundesstraßen in der Baulast des Bundes erfolgt und zu 100 % vom Bund finanziert wird. Weitere Informationen zu den Förderungen finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Verkehr.
Insgesamt zeigt das Beispiel des neuen Radwegs zwischen Mundingen und Landeck, wie wichtig die Zusammenarbeit von Gemeinden, Landkreisen und dem Land ist, um eine sichere und nachhaltige Radinfrastruktur zu schaffen und somit einen Beitrag zur Mobilitätswende zu leisten.