Am 16. April 2026 fand im Kofler Center in Zams eine spannende Veranstaltung statt, die von der Volksbank Tirol organisiert wurde. Der Unternehmerstammtisch widmete sich dem Thema Investitionen in der Tourismusbranche. Regionaldirektor Michael Jörg begrüßte die Teilnehmer und gab einen Einblick in die beeindruckenden Zahlen der Volksbank Tirol, mit einer Bilanzsumme von 3,5 Milliarden Euro bis 2025 und einer Kernkapitalquote von 22%. Die Bank investiert jedes Jahr einen sechsstelligen Betrag in soziale, nachhaltige, kulturelle und bildungsbezogene Projekte, was die Verantwortung und das Engagement der Bank für die Region unterstreicht.
Mag. Heimo Thaler von der OeHT stellte den Fitness Check Hotellerie 2025 vor, ein wichtiges Benchmarking-Instrument für die österreichische Ferienhotellerie. Thaler hob die Notwendigkeit einer klaren Positionierung für den nachhaltigen Erfolg hervor und verwies auf die positive Entwicklung im 4-Stern-Superior und 5-Stern-Segment. Außerdem sprach er über die Verschiebung der Saisonzeiten und den erforderlichen Einsatz umweltfreundlicher Energiealternativen in der Branche. Die Herausforderungen, die die Digitalisierung, Künstliche Intelligenz sowie Betriebsübergaben mit sich bringen, wurden ebenfalls thematisiert. Thaler betonte die Wichtigkeit, Kinder frühzeitig an die Branche heranzuführen.
Einblicke in die Branche
Ein weiterer Redner, Mag. Helmut List, Geschäftsführer von Kohl & Partner, beleuchtete die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie weitere Krisen wie Inflation und strukturelle Veränderungen. Er identifizierte Betriebsnachfolge und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden als zentrale Faktoren für den Erfolg. List riet dazu, Investitionsentscheidungen aus drei Perspektiven zu betrachten: aus der Sicht der Gäste, der Mitarbeiter und der Effizienz. Sein abschließendes Credo war klar: Investieren ist notwendig, um im heutigen Wettbewerb nicht unterzugehen. Die Veranstaltung fand ihren Abschluss mit einer Führung durch das neue Kofler Center, das moderne Standards in der Tourismusbranche setzt.
Ein wichtiger Aspekt, der in der Diskussion nicht fehlen durfte, ist die Förderung von Investitionen in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft. Laut Bundesförderung können Unternehmen in diesem Bereich von Zuschüssen von 500.000 Euro bis zu 7,14 Millionen Euro profitieren. Die Förderungen zielen auf verschiedene Aspekte wie Qualitätsverbesserung, Betriebsgrößenoptimierung und die Errichtung oder Verbesserung touristischer Infrastruktureinrichtungen ab. Besonders hervorzuheben ist der Nachhaltigkeitsbonus, der bis zu 7 % der nachhaltigkeitsrelevanten Teilinvestition beträgt.
Vielfältige Fördermöglichkeiten
Die Zielgruppe der Förderungen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der Tourismus- und Freizeitwirtschaft, und die Anträge können über das OeHT-Kundenportal eingereicht werden. Die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (OeHT) ist für die Prüfung, Entscheidung und Auszahlung zuständig. Dies stellt eine wertvolle Unterstützung für touristische Unternehmen dar, um notwendige Investitionen zu realisieren und sich den Herausforderungen der Branche zu stellen.
Ein umfassender Überblick über die zahlreichen Förderangebote für touristische Unternehmen wird auch durch die Förderwegweiser bereitgestellt. Diese Datenbank umfasst über 500 Förderoptionen und hilft Unternehmen, relevante Angebote schnell und unkompliziert zu finden. Die Fördermaßnahmen wurden speziell auf die Bedürfnisse von touristischen Unternehmen, Destinationen und Existenzgründern abgestimmt, was die Unterstützung im Sektor weiter verstärkt.
Insgesamt zeigt sich, dass die Investitionen und Fördermöglichkeiten in der Tourismusbranche nicht nur für die Unternehmen selbst, sondern auch für die gesamte Region von großer Bedeutung sind. Die Veranstaltung im Kofler Center hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig es ist, den Austausch und die Zusammenarbeit in der Branche zu fördern, um gemeinsam zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln.