Im März beginnt die Haussammlung der Caritas, ein wichtiger Schritt, um notleidenden Menschen in unserer Gemeinschaft zu helfen. Ehrenamtliche Sammler wie Maria-Luise Gstrein, eine engagierte Krankenschwester, und Dietmar Wolf, der Leiter der Wohngemeinschaft Zams, spielen dabei eine entscheidende Rolle. Beide sind nicht nur in ihren Heimatgemeinden aktiv, sondern auch im Pfarrgemeinderat. Maria-Luise hebt hervor, dass die Gespräche während der Sammlungen von großer Bedeutung sind, denn sie fördern das Verständnis für die Bedürfnisse derjenigen, die Unterstützung benötigen. Die Gemeinschaft zeigt sich zunehmend sensibilisiert und bereit zu spenden, besonders in diesen herausfordernden Zeiten. Die Caritas genießt in der Bevölkerung einen hohen Stellenwert, da die Spenden für seriöse Projekte verwendet werden, und 10 Prozent der gesammelten Mittel bleiben direkt in den Pfarrgemeinden, um dort verwaltet zu werden.

Dietmar Wolf bringt einen wichtigen Punkt zur Sprache: Armut ist oft schwer zu erkennen, da Scham viele Menschen daran hindert, ihre tatsächliche Situation offen zu legen. Er kritisiert die häufige Fehlinformation und betont die Bedeutung der Aufklärungsarbeit während der Sammlungen. Beide Sammler unterstützen die Caritas nachdrücklich und betonen die Wichtigkeit des Teilens. Sie danken allen Haussammlern und Spendern für ihren unermüdlichen Einsatz, der einen großen Unterschied im Leben von Menschen in Not macht.

Armut in Deutschland: Ein wachsendes Problem

Die Lage ist ernst: Laut aktuellen Statistiken galten im Jahr 2025 bereits 13,3 Millionen Menschen in Deutschland als armutsgefährdet, was 16,1% der Bevölkerung entspricht. Diese Zahl hat im Vergleich zum Vorjahr zugenommen, als noch 15,5% betroffen waren. Besonders gefährdet sind Alleinlebende, Alleinerziehende und Nichterwerbstätige, wobei fast 65% der Arbeitslosen unterhalb der Armutsgrenze leben. Dies zeigt, wie drängend das Problem ist und wie wichtig Maßnahmen wie die Haussammlung der Caritas sind.

In München und Oberbayern, wo die Caritas ebenfalls aktiv ist, sind insbesondere Alleinerziehende und kinderreiche Familien von Armut betroffen. Viele leiden unter finanziellen und materiellen Schwierigkeiten und haben oft eine schwierige Wohnsituation. Diese Umstände führen zu einer eingeschränkten Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben und verstärken das Gefühl von Ausgrenzung und Überflüssigkeit. Die Caritas hat es sich zur Aufgabe gemacht, Armut und soziale Ausgrenzung zu vermeiden und zu überwinden. Ihre Armutsarbeit ist eine Querschnittsaufgabe, die sich durch alle Handlungsfelder des Verbands zieht.

Die Rolle der Caritas in der Armutsbekämpfung

Die Unterstützung von frühkindlicher Bildung ist besonders wichtig für Kinder aus benachteiligten und armen Familien. Darüber hinaus ist die offene Altenarbeit, die Begegnungs- und Bildungsmöglichkeiten bietet, entscheidend für ältere Menschen, die sich andere Angebote nicht leisten können. Die Caritas sieht es als ihren Kernauftrag an, den Menschen in Not zu helfen und ihnen eine Perspektive zu bieten.

In Anbetracht der alarmierenden Statistiken und der wachsenden Zahl der von Armut Betroffenen ist es umso wichtiger, Initiativen wie die Haussammlung der Caritas zu unterstützen. Jeder Beitrag zählt und kann helfen, das Leben von Menschen in unserer Gemeinschaft zu verbessern. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass Armut nicht länger ein Tabuthema bleibt, sondern offen angesprochen und aktiv bekämpft wird.