In Kufstein steht eine bedeutende Sanierung an: Die Wendlinger Brücke, die auch als Kufsteiner Innbrücke bekannt ist und seit über 70 Jahren besteht, wird von März bis November 2026 umfassend modernisiert. Diese Baumaßnahme ist dringend erforderlich, da viele Bauteile der Brücke am Ende ihrer Lebensdauer angekommen sind. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro. Ziel der Sanierung ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Brücke für die Zukunft fit zu machen. So werden unter anderem die Randbalken erneuert, die Fahrbahn abgedichtet und das Geländer angepasst. Auch die Oberflächenentwässerung wird optimiert, sodass die Brücke nicht nur sicherer, sondern auch funktionaler wird.

Die Bauarbeiten beginnen am 16. März 2026 und werden in zwei Abschnitten durchgeführt. Dabei bleibt die Brücke in Fahrtrichtung Innsbruck geöffnet, während die Fahrtrichtung Kiefersfelden umgeleitet wird. Umleitungen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sind ab dem 16. Februar 2026 vorgesehen. Fußgänger können die Brücke weiterhin nutzen, und es wird keine Beeinträchtigung des Zugverkehrs erwartet. Besonders hervorzuheben ist der geplante Ausbau des östlichen Gehwegs zu einem kombinierten Geh- und Radweg, was die Verkehrssicherheit für Radfahrer deutlich erhöhen wird.

Umleitungen und Verkehrsanpassungen

Mit den Sanierungsarbeiten sind auch umfangreiche Änderungen im Busverkehr verbunden. Ab dem 16. Februar 2026, nach den Semesterferien, sind die Regiobuslinien 4026, 4055, 4056 und 4068 betroffen, wobei Abfahrtszeiten und Routen teilweise geändert werden. Schüler müssen möglicherweise an anderen Haltestellen ein- oder aussteigen. Zudem erhalten die Stadtbuslinien neue oder zusätzliche Halte sowie angepasste Ankunfts- und Abfahrtszeiten, insbesondere am Bahnhof. Die Haltestelle Oberer Stadtplatz entfällt beispielsweise bei der Linie 3 nach Zell.

Die Umleitung des Verkehrs wird ab dem Kreisverkehr Wendlinger bis zum Kreisverkehr B 175 eingerichtet. Während der Bauphase wird es zudem in mehreren Straßen wie der Maderspergerstraße, Schillerstraße und Praxmarerstraße zu einer Einrichtung von 30er-Zonen kommen, um die Sicherheit während der Bauarbeiten zu gewährleisten. Weitere Informationen zu den Änderungen im Busverkehr sind auf der Webseite der Stadt Kufstein und über die VVT SmartRide-App verfügbar.

Brückenmodernisierung in Deutschland

Die Sanierung der Wendlinger Brücke reiht sich in ein größeres Bild ein. Deutschland hat eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur, zu der etwa 40.300 Brücken gehören. Viele dieser Brücken, die zwischen 1960 und 1985 gebaut wurden, stehen unter dem Druck eines ansteigenden Schwerverkehrs und erfordern umfassende Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Ein spezielles Programm zur Brückenmodernisierung wurde bereits ins Leben gerufen, um die notwendigen Maßnahmen zu beschleunigen und die Tragfähigkeit sowie Verkehrssicherheit vieler älterer Brücken zu verbessern. In diesem Kontext ist die Ertüchtigung der Wendlinger Brücke ein wichtiger Schritt, um die Verkehrsinfrastruktur in der Region auf einem hohen Niveau zu halten. Quelle.

Insgesamt zeigt die bevorstehende Sanierung der Wendlinger Brücke in Kufstein, wie wichtig die Instandhaltung und Modernisierung von Verkehrsinfrastrukturen ist, um die Sicherheit und Effizienz auch in Zukunft zu gewährleisten. Die Maßnahmen sind nicht nur für die unmittelbaren Nutzer der Brücke von Bedeutung, sondern tragen auch zur allgemeinen Verkehrssicherheit in der Region bei. Für Anwohner und Pendler heißt es nun, Geduld zu haben, während die Brücke für die kommenden Jahrzehnte fit gemacht wird. Weitere Details zur Sanierung finden sich in der Quelle und MeinBezirk.