Ab dem 1. April 2026 wird das Parken in Kufstein deutlich teurer. Grund dafür ist die Einführung einer neuen Kurzparkzonenverordnung, die vor allem in der Innenstadt gebührenpflichtige Kurzparkzonen einführt. Diese Maßnahme zielt darauf ab, Dauerparker zurückzudrängen und die Nutzung des Parkraums besser zu steuern. Die Stadt führt diese Regelung nach intensiven Beratungen im Verkehrsausschuss ein, der sich seit Oktober 2024 mit den Änderungen beschäftigt hat. Mehrheitsbeschlüsse in der Dezember-Gemeinderatssitzung legten den Grundstein für die neuen Verordnungen, die auch von kontroversen Diskussionen begleitet waren.
Ein Teil der bisherigen kostenlosen Kurzparkzonen wird kostenpflichtig, während gleichzeitig neue kostenlose Parkzonen geschaffen werden. Die Ausdehnung der gebührenpflichtigen Zonen betrifft unter anderem die Gebiete rund um den Motorikpark und die Pienzenauerstraße. Auch in der Max Spaun-Straße in Weissach wird eine Kurzparkzone eingerichtet. Um das Parken für Anwohner zu erleichtern, können diese Anwohnerparkkarten beantragen. Für Arbeitnehmer gibt es ebenfalls die Möglichkeit, spezielle Parkkarten zu erhalten, die vergünstigtes Parken ermöglichen.
Umfangreiche Änderungen im Parksystem
Die Stadt hat rund 20 neue Parkautomaten angeschafft, die mit Kosten von etwa 250.000 Euro zu Buche schlagen werden. Die Installation dieser Automaten beginnt im April/Mai und erfolgt schrittweise über mehrere Monate. Zu den neuen gebührenpflichtigen Kurzparkzonen zählen unter anderem die Adolf Pichler-Straße, Alois Kemter-Straße, Anton Karg-Straße, Engelhartstraße, Feldgasse, Gilmstraße, Hötzendorfstraße, Jahnstraße, Kienbergstraße (unterer Teil), Kinkstraße (Teilstück), Maximilianstraße, Münchnerstraße, Oskar Pirlo-Straße (bisher ausgenommener Teil), Pienzenauerstraße, Speckbacherstraße, Südtiroler Platz und die Untere Feldgasse.
Kontext und Ziele der Maßnahme
Die Maßnahmen rund um die Parkraumbewirtschaftung stehen im Einklang mit dem Ziel, den Kraftfahrzeugverkehr in Städten zu reduzieren. Die Veröffentlichung des „How-to: Parkraummanagement“ durch eine Agentur unterstreicht die Notwendigkeit, den Verkehr effizient zu steuern und auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen. Ein gut durchdachtes Parkraummanagement umfasst eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen, die nicht nur zur Reduzierung des motorisierten Verkehrs beitragen, sondern auch die Infrastruktur für Rad- und Fußverkehr sichern. Damit wird ein wichtiger Beitrag zum kommunalen Klimaschutz geleistet, wie auch die Einführung von Bewohnerparkzonen und Kurzzeitparkeinschränkungen zeigt.
Die Stadtpolizei ist im Austausch mit den Bürgern über die neuen Regelungen, um eventuelle Bedenken und Fragen zu klären. Bislang wurde jedoch kein signifikanter Anstieg bei den Anträgen für Anwohner- oder Arbeitnehmerparkkarten verzeichnet. Die bevorstehenden Änderungen im Parksystem könnten die Mobilitätsbedürfnisse der Kufsteiner Einwohner nachhaltig beeinflussen und das Verkehrsbild in der Stadt verändern.
Für weitere Informationen zu den neuen Parkregelungen und deren Hintergründen können Sie die Quellen unter Radio Charivari und MeinBezirk einsehen. Zudem bietet die Seite Klimaschutz.de hilfreiche Informationen über Parkraummanagement und dessen positive Effekte auf das Klima.