In der letzten Woche wurden in Tirol wichtige Ermittlungserfolge im Zusammenhang mit Banküberfällen vermeldet. Am 10. Juni 2025 nahm das Landeskriminalamt Tirol einen 22-jährigen Mann aus dem Bezirk Kufstein fest, der dringend verdächtigt wird, am 28. November 2024 die Sparkasse in Kufstein überfallen zu haben. Der Beschuldigte, der bei seiner Vernehmung Geldprobleme als Motiv angab, gestand die Tat. Nach dem Überfall flüchtete er mit einem weißen Kleintransporter, der als Mercedes Citan identifiziert wurde. Am selben Tag erfolgte die Einlieferung in die Justizanstalt Innsbruck, wie bgland24 berichtet.

Diese Festnahme ist ein Lichtblick in einer Reihe von Banküberfällen, die Tirol seit Herbst 2023 plagen. Insgesamt gab es im laufenden Jahr bereits neun Überfälle, wobei die Aufklärungsquote jedoch verhältnismäßig hoch ist. Tatsächlich sind inzwischen alle zwölf Banküberfälle zwischen dem 28. November 2023 und dem 7. Mai 2025 aufgeklärt, wie die Kleine Zeitung berichtet.

Der zweite Fall und ein dunkles Kapitel

Was die Ermittlungen noch spannender macht, ist der Fall eines 28-jährigen Staatenlosen, der im Verdacht steht, auch für einen anderen Banküberfall, der am 25. Oktober 2024 in Innsbruck stattfand, verantwortlich zu sein. Hinweise aus seinem Umfeld und ein Sachverständigengutachten erhärten den Verdacht. Zudem wird er auch mit dem Tod eines 30-jährigen Österreichers in Verbindung gebracht, dessen Leiche im Januar 2025 gefunden wurde. Bei der Obduktion konnte keine konkrete Todesursache festgestellt werden, jedoch gab es Anzeichen für Fremdverschulden. Der Verdächtige, der im April 2024 eine Bombendrohung gegen das spätere Opfer aussprach, wurde im Dezember 2024 tot in seiner Wohnung aufgefunden – die Umstände seines Todes sind weiterhin unklar.

Diese letzte Episode wirft ein dunkles Licht auf die Geschehnisse rund um die Banküberfälle. Neun von zehn Überfällen in Tirol sind seit Herbst 2023 nach wie vor ungeklärt. Laut Krone waren Banküberfälle in den letzten Jahren eine Seltenheit, doch 2023 gab es einen alarmierenden Anstieg der Fälle, von denen einige Banken mehrmals betroffen waren. Die Ermittlungen werden vom Landeskriminalamt (LKA) weiter vorangetrieben und stehen unter höchster Priorität.

Somit bleibt zu hoffen, dass die polizeilichen Maßnahmen auch in Zukunft erfolgreich sein werden, um die Sicherheit der Bankkunden zu gewährleisten und die Hintergründe dieser Überfälle zu lüften. Die Festnahme des 22-Jährigen könnte hierbei als Schlüssel zu weiteren Aufklärungen dienen.