In Kufstein entsteht ein neues Wohnquartier, das mit einer klaren Vision für nachhaltiges Leben aufwartet. Der Clarapark, initiiert durch die Stadtwerke, setzt auf innovative Lösungen in der Infrastruktur und bietet den Bewohnern eine moderne, ressourcenschonende Lebensweise. Der Fokus liegt auf einer nachhaltigen Infrastruktur, die Strom, Wasser, Abwasser, Abfallwirtschaft und digitale Dienste über KufNet umfasst. Herzstück des Projekts ist eine gemeinschaftliche Erzeugungsanlage (GEA) mit einer Photovoltaikanlage auf den Dächern des Quartiers, die eine Leistung von etwa 200 kWp bereitstellt. Diese Energie wird hauptsächlich für Wärmepumpen genutzt, was nicht nur die Betriebskosten senkt, sondern auch die Unabhängigkeit vom Stromzukauf erhöht.
Darüber hinaus fördert der Clarapark die E-Mobilität. Zwei Beecars stehen den Einwohnern zur Verfügung: Das „ClaraCar“ ist exklusiv für die Bewohner reserviert, während ein weiteres Beecar für die öffentliche Nutzung bereitsteht. Ein durchdachtes Prinzip ermöglicht es, Autos nur bei Bedarf zu nutzen, wodurch Fixkosten für Anschaffung, Wartung oder Versicherung entfallen. Der Clarapark wird auf einem Areal von etwa 14.000 m² errichtet und umfasst 178 Wohnungen in sieben Baukörpern. Der Baustart ist für den Herbst 2025 angesetzt, die Fertigstellung soll bis Ende 2028 erfolgen.
Architektur und Bauweise
Die Bauweise des Claraparks kombiniert Tradition und Moderne und wird durch das innovative RIEDERBAU-Holzbausystem geprägt. Tragende Wände und Decken aus Stahlbeton garantieren Stabilität und Langlebigkeit, während die Außenhülle aus vorgefertigten Holzelementen für Wärme und Behaglichkeit sorgt. Die Holzfassaden schaffen zudem eine identitätsstiftende, natürliche Optik, die das Wohnquartier zu einem ansprechenden Lebensraum macht. Ziel ist es, die Gebäude nach klimaaktiv-Standards zu zertifizieren, um so ein weiteres Zeichen für Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein zu setzen.
Nachhaltigkeit im Kontext
Der Clarapark ist nicht nur ein Beispiel für modernes Wohnen, sondern auch Teil eines größeren Trends, der in Deutschland und darüber hinaus zu beobachten ist. Die Notwendigkeit, klimaschädliche Emissionen zu senken und die Energiesicherheit zu gewährleisten, ist drängend. Städte und Regionen spielen hierbei eine Schlüsselrolle. Die Transformationsinitiative Stadt-Land-Zukunft, initiiert vom BMFTR, bündelt Forschungsförderungen für nachhaltige Entwicklungen in urbanen Räumen und strebt die Senkung von Treibhausgasemissionen sowie die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität an. Innovative Lösungen, wie sie im Clarapark umgesetzt werden, sind ein entscheidender Schritt in diese Richtung.
Die Verbindung von Klimaschutz, Nachhaltigkeit und wirtschaftlichen Innovationen ist unerlässlich, um den Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu begegnen. Projekte, die alternative Mobilitätsangebote fördern, wie das E-Carsharing im Clarapark, sind dabei nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch sozial und wirtschaftlich von Bedeutung. In einer Zeit, in der die Lebensqualität in Städten immer mehr in den Fokus rückt, bietet der Clarapark ein inspirierendes Beispiel für eine zukunftsfähige Wohnform.
Für weitere Informationen über das Projekt können Interessierte die ursprüngliche Quelle und die Webseite des Claraparks besuchen. Diese Initiativen stehen im Einklang mit den Zielen der Bundesregierung zur Umsetzung der Agenda 2030 der UN und der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie.