Am 11. März 2026 wurde in Brixlegg die Prämierung des Unternehmer- und Gründerwettbewerbs „Traumstart“ gefeiert. In diesem Jahr wurden elf innovative Konzepte aus den Regionen Hohe Salve-Wildschönau und Brixlegg-Rattenberg eingereicht. Das Projekt wird vom Regionalmanagement Kitzbüheler Alpen, Standortmarketing Hohe Salve – Wildschönau und WIR-Alpbachtal unterstützt, um Innovation sichtbar zu machen und Unternehmergeist zu stärken. Ziel ist es, wirtschaftliche Impulse im ländlichen Raum zu setzen, was in Anbetracht der Herausforderungen, denen viele Regionen gegenüberstehen, von großer Bedeutung ist. Die Gewinner erhalten kein Geld, sondern Zugang zu einem umfangreichen Netzwerk, Coaching, Mentoring sowie Marketing- und Kommunikationsberatung. Zudem stehen ihnen 24 regionale Betriebe zur Seite, die bereit sind, ihre Expertise zur Verfügung zu stellen. Die sechs prämierten Projekte dieses Jahres sind:

  • Evonolo Air (Andreas Prosch, Hopfgarten): Drohnen für präzise Vermessungen in Bauwirtschaft, Landwirtschaft, Industrie und Gemeinden.
  • Frisch&Fertig
  • Hochtalwelle
  • Bowls
  • RaumWandler
  • Status Quo (Projekte aus Wildschönau und Brixlegg).

Elfriede Klingler, Leiterin des Regionalmanagements, berichtet von einem Nachahmerprojekt in einer anderen Region, was zeigt, dass die Ideen und Konzepte aus der Region auch über die Grenzen hinaus Anklang finden. Ein zweiter Call für das Projekt „Traumstart“ ist für den Sommer 2026 geplant, was die Möglichkeit bietet, noch mehr innovative Ideen zu fördern.

Die wirtschaftliche Landschaft der Region

Im Bezirk Kufstein, wo der „Traumstart“-Wettbewerb stattfindet, gibt es eine hohe Anzahl an Unternehmen aus den Bereichen Gewerbe, Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistungen. Trotz des Zuwachses an Mitgliedsbetrieben sind jedoch auch leerstehende Geschäftslokale in einigen Regionen zu beobachten. Neugründer sind häufig auf der Suche nach kostengünstigen Räumlichkeiten für ihre Geschäftsideen. Hier setzt die Initiative „Traumstart“ an, um Betriebsansiedelungen durch erfahrene „business coaches“ zu fördern und marktfähige Unternehmenskonzepte zu unterstützen. Ziel ist es, Lücken in den Orten zu schließen und die wirtschaftliche Stabilität zu fördern.

Die Wirtschaftskammer Tirol Kitzbühel und die Standortagentur Tirol bieten Begleitung für Unternehmen und Gründer, insbesondere bei Innovations- und Wachstumsvorhaben. Die Unterstützung reicht von Ansiedlungshilfen über Förderberatungen bis hin zum Tiroler Cluster-Netzwerk. Auch die Tiroler Startup-Szene wird durch Initiativen wie Startup.Tirol gefördert, die Vernetzung und Unterstützung bereitstellt. Zusätzlich stärken Netzwerke wie „Frau in der Wirtschaft“ Unternehmerinnen durch Dienstleistungen und Weiterbildung.

Innovationen im Fokus

Das Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP) des Bundeswirtschaftsministeriums bietet eine weitere Möglichkeit, innovative Ideen zu fördern. Das Programm unterstützt vielversprechende nichttechnische Innovationen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Es geht nicht nur um neue Technologien, sondern um die Neuartigkeit der Problemlösung. Die Vielzahl an Ideen, die in verschiedenen Zukunftsfeldern gefördert werden, zeigt die Relevanz von Kreativität und Innovation in der heutigen Wirtschaft. Der jüngste Call endete am 5. Februar 2026 und fokussierte auf Geschäftsmodelle, die die Attraktivität und Lebensqualität in Stadt und Land steigern.

Für die regionale Wirtschaft ist es entscheidend, solche Programme zu nutzen, um neue Impulse zu setzen und innovative Ansätze zu entwickeln. Es bleibt spannend zu beobachten, welche neuen Ideen aus der Region Hohe Salve-Wildschönau und Brixlegg-Rattenberg in der nächsten Runde des „Traumstart“-Wettbewerbs hervorgehen werden. Die Unterstützung durch lokale Netzwerke und Initiativen ist dabei ein wichtiger Baustein, um die wirtschaftliche Entwicklung in der Region nachhaltig zu fördern.

Weitere Informationen zu den Projekten und zur Initiative „Traumstart“ finden Sie auf der Website Traumstart und zu den Fördermöglichkeiten auf der Website des Bundeswirtschaftsministeriums.