Am 4. März 2026 sorgt der österreichische Skirennfahrer Manuel Feller für Aufsehen, indem er seine Saison vorzeitig beendet. Der erfolgreiche Slalomfahrer wird nicht an den bevorstehenden Rennen in Kranjska Gora und dem Weltcup-Finale teilnehmen. Dies ist besonders bedauerlich, da Feller im Januar das Heimrennen in Kitzbühel im Slalom-Weltcup für sich entscheiden konnte. Zudem erlangte er bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo eine Silbermedaille in der alpinen Teamkombination, was seine Fähigkeiten und seinen Kampfgeist unterstrich. Dennoch beschreibt Feller die laufende Saison als mental und körperlich herausfordernd, was ihn zu seiner Entscheidung führte, sich eine Auszeit zu nehmen. Weitere Details hierzu finden Sie hier.
Die gesundheitlichen Herausforderungen, die Feller zu kämpfen hat, sind nicht zu unterschätzen. Seit über zehn Jahren leidet er unter Ischiasschmerzen aufgrund von Bandscheibenproblemen. Darüber hinaus hat er mit einem Leistenbruch und einer Entzündung im Schambeinbereich zu kämpfen. Um seine Gesundheit zu verbessern, plant der 30-Jährige, die kommende Pause für einen operativen Eingriff am Rücken und voraussichtlich auch an der Leiste zu nutzen. Ein Karriereende ist für Feller jedoch nicht in Sicht; er möchte gestärkt in die nächste Saison zurückkehren.
Herausforderungen im alpinen Skisport
Die Herausforderungen im alpinen Skisport sind vielfältig und betreffen nicht nur Spitzenathleten wie Feller, sondern auch viele Freizeitsportler. Der Skisport erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit und zieht Millionen von Anhängern an. Die Professionalisierung des alpinen Skisports hat in den letzten Jahrzehnten zu steigendem Leistungsdruck und einem erhöhten Verletzungsrisiko geführt. Diese Entwicklung ist seit den 1970er Jahren zu beobachten, als die Kommerzialisierung des alpinen Rennlaufs einsetzte. Der alpine Ski-Weltcup wird wöchentlich im Fernsehen übertragen, was das Interesse und die Teilnahme am Sport weiter steigert. Zusätzliche Informationen finden Sie hier.
Die Verletzungsmechanismen im Skisport sind oft vielfältig und können durch Stürze, Kollisionen oder das Hängenbleiben an Hindernissen verursacht werden. In der Skisaison 2021/2022 mussten etwa 38.000 Sportler ärztlich behandelt werden, wobei das Unfallrisiko seit 1979/80 um 62 Prozentpunkte sank. Dennoch bleiben Verletzungen, insbesondere im Knie- und Schulterbereich, häufig. Die häufigsten Verletzungen sind Kniegelenk (28% der Unfälle), Schulter (14%) und Kopf (10%). Dabei sind die typischen Verletzungsmechanismen im Slalom und Riesenslalom häufig durch die neue Ski-Bauweise verursacht. Die Stiftung Sicherheit im Skisport ermittelt jährlich das Verletzungsrisiko und setzt sich für eine Verbesserung der Sicherheit im Skisport ein. Hier finden Sie weitere Details.
Fellers Entscheidung, seine Saison zu beenden, ist ein deutliches Zeichen für die Herausforderungen, die im alpinen Skisport bestehen. Es bleibt zu hoffen, dass er bald wieder fit ist und mit frischem Elan in die nächste Saison starten kann.