Heute ist der 9.02.2026 und die Turbulenzen um einige europäische Luxushotels mit Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden sorgen für Aufsehen. Booking.com hat kürzlich drei Hotels vorübergehend von seiner Plattform entfernt, die mutmaßlich mit dem iranischen Banker Ali Ansari in Verbindung stehen. Diese Hotels befinden sich in Frankfurt, Mallorca und Kitzbühel und sind jetzt nicht mehr buchbar.

Unter den betroffenen Unterkünften befindet sich das Hilton Gravenbruch in Frankfurt, das einst im Besitz von Kempinski war und als Mannschaftshotel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bekannt ist. Auch das Hilton Hotel Frankfurt City Centre und das Steigenberger Golf-Ressort Camp de Mar auf Mallorca sind betroffen. Die Financial Times berichtete, dass Ali Ansari, der im Verdacht steht, ein Finanzier der Revolutionsgarden zu sein, mehrere europäische Luxushotels besitzt und von der britischen Regierung unter Sanktionen steht. Die EU hat kürzlich die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) als Terrororganisation eingestuft, was die Situation weiter verkompliziert.

Die Hintergründe der Sanktionen

Ali Ansari hält seine Immobilien über Offshore-Firmen und Holdinggesellschaften in Luxemburg und den Niederlanden, deren geschätzter Wert 400 Millionen Euro beträgt. Die Frankfurter Hilton-Hotels wurden bislang nicht öffentlich mit Ansari in Verbindung gebracht. Dennoch haben die Sanktionen der EU und der USA, die bereits 2019 gegen die IRGC und verbundene Personen verhängt wurden, die Aufmerksamkeit auf diese Verbindungen gelenkt. Die britische Regierung bezeichnete Ansari als „korrupten Banker“ und fror seine Vermögenswerte im Vereinigten Königreich in Höhe von 150 Millionen Euro ein.

Die Berichterstattung über Ansaris Immobilienimperium begann mit der Financial Times, die als erste auf die Verbindungen zwischen ihm und den betroffenen Hotels hinwies. Zu seinen Beteiligungen gehört auch das Bero Einkaufszentrum in Oberhausen, dessen Betreiber Insolvenz anmeldete. Zudem hatte Ansari eine kleine Beteiligung am Schlosshotel Kitzbühel, aber die Eigentümergesellschaft stellte klar, dass er kein Anteilseigner mehr ist.

Die Lage im Iran und die Auswirkungen auf den Tourismus

Die aktuellen Entwicklungen im Iran sind alarmierend. Die Wirtschaftskrise und die Inflation führen zu Massenprotesten, die von der Revolutionsgarde brutal niedergeschlagen werden. Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen sprechen von bis zu 30.000 Toten bei diesen Protesten. Die EU-Außenminister haben beschlossen, die Revolutionsgarden als Terrororganisation einzustufen, was als politisches Zeichen gegen die Repression im Iran gedeutet wird. Die EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas betonte, dass solche Repression nicht unbeantwortet bleiben kann.

In Reaktion auf die Lage im Iran verlegt die US-Regierung Militär und Flugzeuge in den Nahen Osten. Der Iran kritisiert die Einstufung der EU scharf und droht mit sofortiger Reaktion auf mögliche Angriffe. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickeln wird und welche Auswirkungen sie auf den internationalen Tourismus und die betroffenen Hotels haben wird.