Am 21. Februar 2026 kam es im Skigebiet „KitzSki“ in Kitzbühel, Tirol, zu einem dramatischen Lawinenunfall. Ein 32-jähriger Snowboarder aus Bayern verließ gegen 13 Uhr die gesicherte Piste unterhalb der Bergstation „C1 Steinbergkogel“. Während er die schwarze Piste 23 in Richtung „Ehrenbachhöhe“ hinunterfuhr, löste sich ein Schneebrett auf einem etwa 40 Grad steilen Hang in einer Höhe von 1.850 Metern. Die Lawine riss den Snowboarder über eine Strecke von 85 Metern mit sich und er kam auf einem Skiweg zum Stillstand. Glücklicherweise war er mit Notfallausrüstung ausgestattet und konnte sich selbst befreien, nachdem er bis zur Brust im Schnee festgesteckt hatte. Der Snowboarder blieb unverletzt und verließ die Unfallstelle selbstständig. Eine Zeugin, die den Vorfall beobachtete, kam leicht mit der Lawine in Berührung, blieb jedoch ebenfalls unverletzt und hinterließ keine Kontaktdaten. Die Polizei Kitzbühel sucht nun nach dieser unbekannten Frau, um weitere Informationen zu sammeln (Quelle).
Der Lawinenunfall in Kitzbühel war jedoch nicht der einzige an diesem Tag. Nur wenige Stunden zuvor meldete ein 45-jähriger Österreicher einen weiteren Lawinenunfall am Steinbergkogel, bei dem er ebenfalls teilverschüttet wurde, jedoch unverletzt blieb. An diesem Tag wurden in Tirol mehrere andere Lawinenunfälle verzeichnet. So kam es beispielsweise im Schigebiet Alpbach/Wildschönau zu einem Schneebrett, das drei Wintersportler mitriss, wobei ein 17-Jähriger reanimiert und ins Krankenhaus Kufstein gebracht werden musste. Ein weiteres Unglück ereignete sich im Schigebiet Kaltenbach, wo zwei tschechische Snowboarder von einer Lawine erfasst wurden, sich jedoch selbst befreien konnten. Eine Frau erlitt dabei eine schwere Fußverletzung und musste ins Krankenhaus geflogen werden. Die Lawinengefahr war an diesem Tag besonders hoch, mit einer zweithöchsten Gefahrenstufe und über 30 registrierten Lawinen (Quelle).
Lawinengefahr und Sicherheitsmaßnahmen
In den letzten Jahren ist das Skifahren abseits gesicherter Pisten immer populärer geworden, doch es birgt erhebliche Risiken. Lawinen gehören zu den größten Gefahren im freien Gelände und können durch verschiedene Faktoren wie Schneedeckenaufbau, Wind und Temperatur ausgelöst werden. Besonders kritisch wird es, wenn der Wind frischen Schnee verfrachtet und Triebschnee entsteht, der schlecht mit der Altschneedecke verbunden ist. Der Klimawandel beeinflusst zudem die Stabilität von Permafrost und Gletschern, was die Gefahr von Bergstürzen weiter erhöht. An Tagen wie dem 21. Februar ist es besonders wichtig, die Lawinenlageberichte ernst zu nehmen, die von staatlichen Lawinenwarndiensten täglich erstellt werden und Informationen zur Gefahrengröße und gefährlichen Gebieten liefern (Quelle).
Für Wintersportler ist es unerlässlich, die richtige Ausrüstung mitzuführen, darunter ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), ein Smartphone, einen Helm, eine Schaufel und eine Suchsonde. Im Notfall ist es ratsam, seitlich aus der Lawine wegzufahren und bei Erfassung mit Schwimmbewegungen an der Oberfläche zu bleiben. Die Überlebenswahrscheinlichkeit sinkt jedoch bereits nach etwa 15 Minuten erheblich. Der Umgang mit der Notfallausrüstung sollte geübt werden, beispielsweise durch die Teilnahme an Lawinenkursen. Respekt vor den Bergen und das Beachten von amtlichen Warnungen sind zentrale Punkte, um sicher im Gelände unterwegs zu sein (Quelle).