Heute ist der 17.02.2026 und wir werfen einen Blick auf eine der bekanntesten Adressen in Kitzbühel: die „Sonnbergstuben“ auf der Bichlalm. Dieses charmante Hotel und Restaurant zieht Gäste aus aller Welt an, nicht zuletzt durch die Wirtin Rosi Schipflinger, die nicht nur für ihre hervorragende Küche, sondern auch für ihre Gesangskünste bekannt ist. Auf 1200 Metern Höhe bietet das Restaurant eine Mischung aus bodenständiger und kreativer Kost, die viele Genießer begeistert.

Doch in der Hotellerie, auch in Österreich, ist der Fachkräftemangel ein zentrales Thema. Während die Mitarbeiter in den „Sonnbergstuben“ teilweise seit über zehn Jahren im Betrieb sind, spüren sie den Mangel an qualifizierten Fachkräften in der Branche. Offene Stellen bleiben oft unbesetzt, was zu reduzierten Öffnungszeiten und einer Überlastung des verbleibenden Teams führt. Die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern, die langfristig bleiben möchten, gestaltet sich als besonders schwierig.

Herausforderungen und Lösungen in der Branche

Die Herausforderungen der Hotellerie sind zahlreich. Steigende Kosten, Bürokratie und sich wandelnde Gästebedürfnisse beeinflussen den Hotelalltag erheblich. Familiengeführte Betriebe wie die „Sonnbergstuben“ können viel leisten, stoßen jedoch an Grenzen, wenn wirtschaftliche Vernunft und persönliche Belastbarkeit überschritten werden. Hohe Steuerzahlungen und bürokratische Auflagen erschweren oft Umbauten und notwendige Investitionen.

Um die Attraktivität der Branche zu steigern, sind planbare Arbeitszeiten, eine ausgewogene Work-Life-Balance, faire Bezahlung, transparente Entwicklungsperspektiven sowie Wertschätzung und eine gute Führungskultur notwendig. Diese Aspekte sind besonders wichtig, da zufriedene Gäste und der nachhaltige Erfolg eines Unternehmens eng mit motivierten Mitarbeitern verknüpft sind. Die Branche ist stark auf diese angewiesen, was durch den demografischen Wandel, der zu weniger Schulabgängern und mehr älteren Menschen führt, zusätzlich erschwert wird.

Ausbildung und Integration als Schlüssel zur Lösung

Die Ausbildung im Gastgewerbe eröffnet viele Möglichkeiten, auch international. Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge im Gastgewerbe sollen 2023 die Zahlen von 2019 übertreffen. Dies ist ein erfreuliches Zeichen, da eine Offensive für die duale Ausbildung gefordert wird, um zukünftige Fachkräfte zu gewinnen. Zudem wird eine Neuordnung der sieben gastgewerblichen Ausbildungsberufe angestrebt, um die Qualität der Ausbildung zu verbessern.

Die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt soll ebenfalls besser gefördert werden. Notwendige Maßnahmen wie Deutschkurse, Kinderbetreuung und Wohnraum sind entscheidend, um Menschen ohne formale Qualifikation oder mit Sprachschwierigkeiten einen Einstieg in die Branche zu ermöglichen. Auch die Familienfreundlichkeit der Branche wird durch Konzepte zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie gestärkt, sodass die Erwerbstätigkeit von Familienmüttern und -vätern gefördert wird.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Hotellerie und Gastronomie vor großen Herausforderungen stehen, die jedoch mit gezielten Maßnahmen angegangen werden können. Die Branche muss sich weiterentwickeln, um auch in Zukunft als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Dies umfasst nicht nur eine faire Vergütung, sondern auch eine umfassende Wertschätzung für die Arbeit der Mitarbeiter.

Für weiterführende Informationen und eine tiefere Einordnung der aktuellen Entwicklungen in der Branche empfehlen wir einen Blick auf die ausführlichen Berichte des DEHOGA-Bundesverbands, die sich intensiv mit Arbeits- und Fachkräftesicherung beschäftigen. Weitere Details finden Sie in der Quelle hier.

In der heutigen Zeit ist eine kontinuierliche Anpassung an die sich ändernden Rahmenbedingungen unerlässlich, um die Tradition und Authentizität der Betriebe zu bewahren und gleichzeitig neue Zielgruppen anzusprechen. Die junge Erbengeneration wird durch spezielle Events angesprochen, um den Anschluss an die nächste Generation nicht zu verlieren.