Heute ist der 16.02.2026 und wir blicken zurück auf die beeindruckende Genesungsgeschichte von Jacob Schramm, einem 26-jährigen Skirennläufer aus Franken. Vor einem Jahr erlebte er einen schweren Unfall während des Abfahrtstrainings auf der legendären Strecke in Kitzbühel, der ihm gleich mehrere Verletzungen einbrachte. Schramm riss sich beide Kreuzbänder und erlitt zudem einen Innenmeniskusriss sowie weitere gravierende Verletzungen an seinem linken Knie. Die Diagnose umfasste Risse des vorderen und hinteren Kreuzbands sowie einen knöchernen Ausriss des Außenbands und einen Riss des Pobliteus. Schramm beschreibt den Schmerz und die Verletzung in seinem Blog als extrem belastend und ungewiss, ob er jemals wieder „normal“ laufen könne. Nach dem Unfall war er auf einen Rollstuhl angewiesen und musste sein linkes Knie schonen, während er auf die erste von mehreren anstehenden Operationen wartete. Er wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht, und der Schock über den Sturz ließ ihn zunächst wenig Schmerz spüren, doch die Realität war bald unerbittlich.

Nach einer langen Genesungszeit mit verschiedenen Operationen und Rehabilitationsmaßnahmen zeigt Schramm nun beeindruckende Fortschritte. Ein Jahr nach seinem Horror-Sturz hat er bereits fast 30 Skitage absolviert und trainiert aktiv mit einem Privattrainer, um sich auf ein Comeback vorzubereiten. Sein Ziel ist es, im März an den Speed-Disziplinen zu trainieren und als Vorläufer bei der Deutschen Meisterschaft Ende März am Axamer Lizum an den Start zu gehen. Langfristig hat er sich sogar die Olympischen Spiele 2030 in den französischen Alpen als Ziel gesetzt, was seine Entschlossenheit unterstreicht. Schramm ist dankbar, dass er wieder vom Rennlauf sprechen kann, obwohl er weiß, dass seine Knie nie wieder wie früher sein werden.

Die Herausforderungen eines Kreuzbandrisses

Kreuzbandrisse sind eine häufige Verletzung im Sport, insbesondere beim Skifahren im Tiefschnee. Es wird geschätzt, dass in Deutschland alle sieben Minuten ein Kreuzband reißt. Die Kreuzbänder spielen eine entscheidende Rolle, indem sie das Knie stabilisieren und übermäßige Rotationsbewegungen verhindern. Ein Riss des vorderen Kreuzbands tritt dabei häufiger auf als der des hinteren Kreuzbands. Typische Symptome sind starke Schmerzen und eine Instabilität des Knies. Bei Jacob Schramm war die Diagnose eindeutig: Kreuzbandrisse in beiden Knien und eine leichte Gehirnerschütterung. Die Behandlungsmöglichkeiten umfassen sowohl konservative Ansätze wie gezieltes Muskeltraining als auch operative Verfahren wie eine Sehnenersatzplastik.

Die Regenerationszeit nach einer solchen Operation kann zwischen 6 und 13 Monaten liegen, abhängig von der Sportart und der Schwere der Verletzung. Schramm hat bereits zwei Operationen hinter sich, eine weitere steht noch aus. Seine Entschlossenheit und das Engagement für sein Training sind bemerkenswert, und es ist klar, dass er mit einem klaren Ziel vor Augen arbeitet. Das Cross Bracing Protocol, das in der ersten Phase der Rehabilitation eingesetzt wird, hat auch ihm geholfen, den Bewegungsumfang seines Knies schrittweise wiederherzustellen. Die Kombination aus körperlicher und mentaler Stärke ist entscheidend für seine Rückkehr auf die Piste.

Jacob Schramm hat durch seine Erfahrungen nicht nur die Herausforderungen und Risiken des Skisports hautnah erlebt, sondern auch die Bedeutung von Rehabilitation und gezieltem Training erkannt. Sein Weg zurück zum Rennlauf ist ein inspirierendes Beispiel für viele, die ähnliche Verletzungen erlitten haben. Wir werden gespannt verfolgen, wie sich seine Karriere weiterentwickelt und ob er seine Ziele erreichen kann. Wer mehr über seinen beeindruckenden Weg erfahren möchte, kann dies in seinem Blog oder in den Berichten der Medien nachlesen, die seine Geschichte dokumentieren, wie etwa in einem Artikel auf Merkur und Welt.