Die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1669 zu einer der bedeutendsten Hochschulen im deutschsprachigen Raum entwickelt. Mit 16 Fakultäten und einem breiten Fächerangebot zieht sie rund 28.000 Studierende aus dem In- und Ausland an und beschäftigt über 5.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihre Rolle für die wissenschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung der Region ist nicht zu unterschätzen.

In diesem Kontext wird ab dem 1. März 2027 die Position der Rektorin bzw. des Rektors (w/m/d) neu besetzt. Die Funktionsperiode beträgt vier Jahre, eine zweimalige Wiederbestellung ist möglich. Gesucht wird eine engagierte Persönlichkeit mit internationaler wissenschaftlicher Erfahrung und Kenntnissen des österreichischen sowie europäischen Universitätssystems. Die neuen Herausforderungen in Bereichen wie Finanzierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit erfordern eine starke Führungspersönlichkeit, die auch in der Lage ist, Innovationsfelder zu identifizieren und zu entwickeln.

Erforderliche Kompetenzen

Die Bewerberin oder der Bewerber sollte eine fundierte Beherrschung der deutschen und englischen Sprache mitbringen. Erfahrungen in der Leitung universitärer oder vergleichbarer Institutionen sind ebenso wichtig wie Kenntnisse in Führung, Management und Personalentwicklung. Zudem legt die Universität großen Wert auf Chancengleichheit und Diversität. Frauen werden bei gleicher Qualifikation vorrangig berücksichtigt, was die Zielsetzung unterstreicht, den Frauenanteil in Leitungspositionen zu erhöhen.

Die Bewerbungsfrist für interessierte Kandidatinnen und Kandidaten endet am 8. April 2026. Bewerbungen sind an Dr. Reinhard Schretter zu richten, und weitere Informationen sind auf der Webseite der Universität sowie über einen QR-Code erhältlich. Die Universität strebt an, ihre Stärken in Forschung und anwendungsoffener Grundlagenforschung weiterzuentwickeln.

Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen

In den letzten Jahren hat die Universität Innsbruck nicht nur auf die Herausforderungen durch die COVID-19-Pandemie reagiert, sondern auch auf die geopolitischen Spannungen und den Klimawandel. Diese globalen Krisen haben Einfluss auf die strategische Ausrichtung der Hochschulen in Österreich. Im Universitätsbericht 2023, der alle drei Jahre vorgelegt wird, werden neue Schwerpunktsetzungen behandelt, die darauf abzielen, das Vertrauen in Wissenschaft und Demokratie zu stärken. Zu den Initiativen gehören unter anderem die Plattform „Entdecke.DNAustria“ und Programme, die Forschende an Schulen bringen, um Wissenschaftskommunikation zu fördern.

Das Budget der Universitäten wurde in der aktuellen Periode um 20% auf 13,2 Milliarden Euro erhöht, was die Wichtigkeit der Hochschulen in der Gesellschaft unterstreicht. Für die nächsten Jahre sind sogar 16 Milliarden Euro vorgesehen, um die Rolle der Universitäten weiter zu stärken. Diese finanziellen Mittel sollen auch dazu beitragen, die Digitalisierung voranzutreiben und die internationale Zusammenarbeit zu intensivieren.

Insgesamt zeigt sich, dass die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Zentrum für Innovation und gesellschaftlichen Dialog ist. Mit der bevorstehenden Neubesetzung der Rektoratsstelle steht die Universität vor der spannenden Herausforderung, die Weichen für die Zukunft zu stellen und ihre Rolle als bedeutende Bildungseinrichtung weiter auszubauen. Für weitere Informationen über die Rektorenstelle und die aktuelle Situation an der Universität können Interessierte die ausführlichen Berichte auf academics.de und tirol.orf.at nachlesen.