In Innsbruck fand am 27. Februar eine eindrucksvolle Protestversammlung unter dem Motto „Bellen gegen Böllern“ statt. Die Veranstaltung wurde von der Bürgerinitiative Feldring organisiert und zog zahlreiche Tierfreunde und Unterstützer an, die auf die Nöte von Hunden aufmerksam machen wollten, die unter den Geräuschen von privaten Feuerwerken leiden. Über 150.000 Menschen haben bereits eine Petition für ein Böllerverbot für Privatpersonen in Tirol unterschrieben, was die große Unterstützung der Bevölkerung für dieses Anliegen unterstreicht. Die Unterschriften wurden feierlich an die Tiroler Sicherheitslandesrätin Astrid Mair (ÖVP) übergeben, um auf die Notwendigkeit eines Verkaufsverbots von Böllern der Kategorie F2 aufmerksam zu machen. Diese Informationen stammen von den Stuttgarter Nachrichten, die über die Veranstaltung berichtet haben (Stuttgarter Nachrichten).
Dr. Gerd Estermann, promovierter Chemiker und Sprecher der Bürgerinitiative Feldring, äußerte sich deutlich zu den Gefahren von Silvesterraketen und Böllern. Er betonte, dass diese Produkte Sprengstoffe seien, die nur von geschulten Personen verwendet werden sollten. Die Auswirkungen auf Tiere, insbesondere Hunde, sind gravierend: Viele Tiere erleben Todesangst, versuchen panisch zu fliehen und sind durch Feuerwerkskörper oft Verletzungen oder sogar den Tod ausgesetzt. Die Aktion zielt darauf ab, den Tieren eine Stimme zu geben und das Bewusstsein für ihr Leiden zu schärfen. Unterstützt wird diese Initiative auch von verschiedenen Tiroler Landtagsparteien, die die Anliegen der Petition unterstützen (5min.at).
Hintergrund und Auswirkungen
Die Diskussion um den Einsatz von Böllern und Feuerwerk ist nicht neu, gewinnt jedoch in Tirol durch die anhaltenden Petitionsergebnisse und die engagierten Proteste an Bedeutung. Es zeigt sich, dass immer mehr Menschen die Auswirkungen von Feuerwerken auf Tiere und die Umwelt erkennen und sich entsprechend positionieren. Die Sorgen um die Wahrung des Tierwohls stehen dabei im Mittelpunkt, während gleichzeitig auch Fragen zur Sicherheit und zum Schutz von Menschen und Tieren aufgeworfen werden.
In diesem Kontext wird deutlich, dass die Bürgerinitiative Feldring und ihre Unterstützer nicht nur für ein Böllerverbot eintreten, sondern auch für einen bewussteren Umgang mit Feuerwerkskörpern insgesamt. Die hohe Zahl an Unterschriften zeigt, dass das Thema viele Menschen bewegt und dass der Druck auf die Politik steigt, entsprechende Regelungen zu schaffen, um das Leiden von Tieren während der Silvesterfeierlichkeiten zu minimieren.