Heute ist der 20.04.2026 und in der Gemeinde Birgitz, im malerischen Innsbruck-Land, tut sich einiges in Sachen Trinkwasserversorgung. Die Verantwortlichen haben die Ärmel hochgekrempelt und setzen alles daran, die Wasserversorgung der Zukunft auf sichere Beine zu stellen. Bürgermeister Markus Haid hat dazu jetzt den nächsten Schritt in einem ehrgeizigen Plan angekündigt, der bereits 2019 mit dem Bau eines neuen Hochwasserbehälters seinen Anfang nahm. Dieser erste Teil des mehrjährigen Investitionsplans war nur der Anfang, denn nun steht die nächste große Etappe an.
Die Herausforderung, die es nun zu bewältigen gilt, ist nicht zu unterschätzen. Nach über drei Jahren intensiver Behördenarbeit, die naturschutzrechtliche, wasserrechtliche und forstrechtliche Bewilligungen umfasst, wird nun die Einspeisung zusätzlicher Quelläste aus den idyllischen Gebieten rund um die Birgitzer Alm und Hüttenboden in das Ortsnetz geplant. Dies soll nicht nur die Trinkwasserversorgung sichern, sondern auch den gesamten Ort auf eine neue Wasserqualität heben.
Investitionen für die Zukunft
Für diesen umfassenden Bauabschnitt sind mehr als 1,5 Millionen Euro eingeplant. Die Arbeiten beinhalten das Vergraben von etwa zwei Kilometern neuen Leitungen im Berg, die Erneuerung von Sammel- und Unterbrecherschächten sowie die Sanierung bestehender Quellschächte. Ziel ist es, die Schüttung an reinstem Trinkwasser im Hochbehälter zu verdoppeln, was für die Bürgerinnen und Bürger von Birgitz eine bedeutende Verbesserung in der Trinkwasserqualität bedeutet.
Wassermeister Gerhard Abentung macht auf die aktuellen klimatischen Herausforderungen aufmerksam. Längere Trockenperioden und unregelmäßiger Niederschlag haben in den letzten Jahren die Trinkwasserversorgung zunehmend beeinflusst. Die Erweiterung der Trinkwasserversorgung soll helfen, diese Unregelmäßigkeiten auszugleichen und ein stabiles Wasserversorgungssystem zu gewährleisten.
Ein Blick in die Zukunft
Ein spannender Nebeneffekt des Projekts ist die Möglichkeit, ein eigenes Trinkwasserkraftwerk zu errichten. Dieses könnte nicht nur für die eigene Wasserversorgung von Birgitz sorgen, sondern auch Strom für mehrere hundert Haushalte erzeugen – eine nachhaltige Lösung, die sowohl ökologisch als auch ökonomisch von Vorteil ist. Bestehende Quellfassungen werden neu abgedichtet, neue Quellen erschlossen und über moderne Rohrleitungen in den Hochbehälter geleitet, um die Wasserversorgung zukunftssicher zu machen.
Die Arbeiten sollen im Spätherbst 2026 abgeschlossen sein. Damit wird Birgitz nicht nur auf eine sichere Trinkwasserversorgung setzen, sondern auch auf eine umweltfreundliche Energieproduktion. Ein Schritt, der in der heutigen Zeit mehr denn je notwendig ist, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden und gleichzeitig die Natur zu schützen.