Ein sanfter Anstieg der Temperaturen und die nahenden Sommerferien bringen nicht nur Freude, sondern auch massiven Reiseverkehr auf den Straßen Österreichs. Am 8. Juni 2025 erlebten Urlauber auf der Tauern Autobahn (A10) eine richtige Geduldsprobe, die sich quer durch die Alpen zog. Der Ferienstart war der Hauptverursacher eines Staus, der zeitweise bis zu 25 Kilometer lang war und über 3 Stunden Zeitverlust mit sich brachte, berichtet Merkur.
Die Situation wurde durch eine Baustelle bei Golling stark verschärft, wo nur eine Spur in jede Richtung zur Verfügung steht. Diese Baustelle wird voraussichtlich bis Ende Juni 2025 andauern und zieht eine Schar von Fahrern in ihren Bann, die von den Verkehrsbehörden aufgefordert werden, alternativen Routen zu wählen. Am Samstag wurde bei einem Stau von 24 Kilometer Länge eine Wartezeit von dramatischen 4 Stunden gemeldet.
Wartezeiten und Verkehrslage
Um 10:45 Uhr am 8. Juni schien der schlimmste Pfingst-Reiseverkehr zwar vorüber, jedoch war die A10 nach wie vor ein zäher Brocken. Urlauber, die von München nach Venedig reisen wollten, mussten mit einer Fahrzeit von bis zu 10 Stunden rechnen – normalerweise beträgt diese Route nur 6 Stunden und 20 Minuten. In Richtung Pongau erwarteten die Fahrer eine Wartezeit von 1,5 Stunden durch die Blockabfertigung bis 9 Uhr.
Ab Dienstag, den 10. Juni, rechnen die Verkehrsexperten mit einem weiteren Stau-Höhepunkt in die entgegengesetzte Richtung. Alfred Obermayr vom ÖAMTC stellte fest, dass der Reiseverkehr in dieser Zeit „noch nie dagewesen“ war und von Donnerstag bis Sonntag chaotische Zustände zu beobachten waren.
Baustellen und Umleitungen
Die A10, die eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen für deutsche Urlauber nach Italien darstellt, wird durch zahlreiche Baustellen beeinträchtigt. Aktuelle Maßnahmen umfassen unter anderem Arbeiten zwischen Werfen und Golling-Abtenau, die angeblich keine Zeitverluste verursachen, sowie eine Verengung der Fahrbahn zwischen Ofenauer Tunnel und Helbersbergtunnel, die bis Ende des Monats angekündigt sind, wie staumelder-karte.at berichtet. Bei Gmünd-Maltatal gibt es ebenfalls eine Fahrbahnverengung, die bis Ende August 2025 Bestand haben wird.
Diese Einschränkungen zwingen viele Lkw-Fahrer, auf Landstraßen auszuweichen, was die Situation weiter zuspitzt. Polizei und Verkehrsbehörden sind aktiv dabei, Lkw wieder zurück auf die Autobahn zu leiten, um die Verkehrslage nicht zusätzlich zu verschärfen.
Aktuelle Informationen und Verkehrswarnungen
Für eine bessere Planung der Reisen stehen den Fahrern aktuelle Informationen über Baustellen und Verkehrsfluss zur Verfügung, wie ADAC Maps zeigt. Dieser Dienst ermöglicht es, Echtzeit-Verkehrsüberwachungen vorzunehmen und gibt wertvolle Hinweise auf Gefahren wie Schnee oder aquaplaninggefährdeten Straßen.
Fazit: Der Sommer hat ganz offiziell begonnen und mit ihm die Herausforderungen für Fahrgäste, die nach Italien reisen möchten. Geduld und eine gute Planung sind das A und O, um die Reise angenehm zu gestalten und die Staus so gut wie möglich zu umgehen.