Das Stubaital, eine malerische Region in Tirol, steht vor einer Transformation im Bereich der Mobilität. Die nachhaltige Mobilitätsstudie, die im Auftrag des Planungsverbands Stubaital erstellt wurde, wurde kürzlich vorgestellt. Diese umfassende Untersuchung hat das Ziel, die Mobilität in den fünf Gemeinden Schönberg, Mieders, Telfes, Fulpmes und Neustift nachhaltig zu verbessern und die Verkehrssituation grundlegend zu verändern. Die Gemeinden haben bereits mit der Umsetzung der Mobilitätsstrategie begonnen, die auf einer sorgfältigen Bestandsanalyse basiert, die in den Jahren 2024 und 2025 durchgeführt wird.
Das Planungsbüro komobile hat eine übergeordnete Mobilitätsstrategie entwickelt, die den Gemeindevertretern, dem Verkehrsverbund (VVT) und den Landesvertretern präsentiert wurde. Diese Strategie zielt darauf ab, sowohl Einheimische als auch Gäste dazu zu bewegen, ihr Mobilitätsverhalten zu ändern. Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrssituation umfassen unter anderem eine einheitliche Parkraumbewirtschaftung, zusätzliche Zubringerbusse und eine eigene Busspur auf der Brennerautobahn. Auch die Schaffung eines zentralen Pendler-Parkplatzes an der Stubaitalbundesstraße steht auf der Agenda.
Innovative Ansätze für eine nachhaltige Mobilität
Die Visionen für die Mobilität im Stubaital sind vielfältig und zukunftsorientiert. Dazu gehören neue Talstationen von Skigebieten in der Nähe der B183 sowie die mögliche Änderung der Strecke der Stubaitalbahn. Ein ambitioniertes Projekt ist die Verlängerung der Brennerbahnlinie bis in die Stubaier Talmitte. Erste Maßnahmen, wie die flächendeckende Parkraumbewirtschaftung, sollen noch im Jahr 2023 umgesetzt werden. Die Finanzierung dieser Maßnahmen erfolgt zu 80% durch Leader-Förderungen, was die Umsetzung der Gesamtstrategie erleichtert.
Die Strategie baut auf den Vorarbeiten der Arbeitsgruppe Mobilität im Planungsverband Stubai auf. Zwei zentrale Handlungsfelder stehen im Fokus: die Verbesserung der externen Anbindung, insbesondere in Richtung Innsbruck, sowie die Stärkung der talinternen Mobilität. Eine Kombination aus attraktiven Angeboten und lenkenden Maßnahmen ist ein Grundprinzip dieser Strategie. Verbesserungen der Bus-Systeme sind ebenso vorgesehen, wie beschleunigte Verbindungen und Expressbusse. Ab Mai 2026 wird ein neues Busangebot in Kraft treten, das die Mobilität der Region weiter fördern soll.
Herausforderungen und Chancen für das Stubaital
Die Mobilitätsstudie hat auch die Herausforderungen des Stubaitals analysiert. Insbesondere die hohe Verkehrsbelastung an Wochenenden durch Ski- und Gletschertourismus sowie der Pendelverkehr unter der Woche stellen große Probleme dar. Zudem ist das Rad- und Fußwegenetz in der Region unzureichend, was die Situation zusätzlich kompliziert. Die Mobilitätslösungen, die aus der Studie hervorgehen, sollen nicht nur für die Bewohner des Stubaitals, sondern auch für die touristische Infrastruktur von Bedeutung sein.
Die Ergebnisse der umfangreichen Bestandsanalyse, die auf verschiedenen Projektbausteinen wie Vor-Ort-Besichtigungen, Workshops und Mobilitätsbefragungen basiert, wurden am 17. März 2025 den Gemeinden sowie wichtigen Akteuren und Stakeholdern vorgestellt. Die SWOT-Analyse hat wichtige Potenziale für die Region identifiziert und erste Handlungsanweisungen abgeleitet. So wird das Stubaital als Modellregion für zukunftsweisende Mobilitätslösungen etabliert, was auch anderen Regionen als Vorlage dienen kann.
Die Finanzierung dieser Studie erfolgt durch Bund, Land und die Europäische Union, was die Realisierung der geplanten Maßnahmen ermöglicht. Mit diesen Schritten wird das Stubaital nicht nur für Einheimische, sondern auch für die zahlreichen Gäste, die überwiegend aus Deutschland kommen, attraktiver gestaltet. Die Veränderungen im Verkehrsgeschehen, insbesondere an Spitzentagen durch Tagesgäste, werden mit einem klaren Ziel vor Augen angegangen: eine zukunftsfähige und nachhaltige Mobilität im Stubaital zu schaffen.
Für weitere Informationen können Sie die vollständige Quelle zur nachhaltigen Mobilitätsstudie hier nachlesen.
Mehr Details zur Mobilitätsstudie finden Sie auch hier.
Zusätzliche Informationen zu den Herausforderungen und dem Kontext des Projekts können Sie hier nachlesen.