In Tirol wurde eine Regelung eingeführt, die Autofahrern, die durch Österreich reisen, um Stau auf kleineren Straßen zu vermeiden, das Abfahren von der Autobahn untersagt. Diese Abfahrtssperren gelten vor allem für Reisende, die kein regionales Ziel ansteuern und betrifft insbesondere die Ausweichrouten zur Inntalautobahn (A12) und zum Fernpass. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Belastung der Anwohner durch das erhöhte Verkehrsaufkommen zu reduzieren und die Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten. Die neuen Regelungen traten am 20. Dezember 2025 in Kraft und gelten bis zum 6. April 2026, vor allem an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 7 bis 19 Uhr.
Die Regelung, die bereits seit 2019 in Kraft ist, wurde nun erweitert. Autofahrer ohne regionales Ziel in Tirol müssen künftig Staus aussitzen und dürfen nicht auf bestimmten Landesstraßen und im niederrangigen Straßennetz in den Bezirken Schwaz, Imst, Kufstein, Innsbruck Land und Reutte ausweichen. Bei Missachtung drohen hohe Geldstrafen, wobei es wahrscheinlicher ist, dass die Fahrer zurück auf die Hauptverkehrsrouten geleitet werden. Die betroffenen Straßenabschnitte sind in verschiedenen Bezirken klar definiert, darunter die L294 Bruckerstraße in Schwaz und die L288 Pinswanger Straße in Reutte. Diese Informationen sind auch in Navigationssysteme eingespielt, sodass gesperrte Strecken nicht als Alternativrouten angezeigt werden.
Details zu den Abfahrtssperren
Die Abfahrtssperren gelten nicht nur für bestimmte Straßen, sondern betreffen auch verschiedene Regionen in Tirol. In der Region Reutte und Nassereith sind unter anderem die L288 Pinswanger Straße und die L69 Reuttener Straße betroffen. In Kufstein sind die L211 Unterinntalstraße und die L295 Buchberger Straße gesperrt, während im Großraum Innsbruck-Brenner weitere Straßen wie die L11 Völser Straße und die B177 Abfahrt Ortsmitte Zirl nicht befahren werden dürfen, wenn das Ziel Italien ist. Urlauber, die in Tirol sind, dürfen gesperrte Straßen befahren, müssen jedoch bei Kontrollen ihr Ziel nachweisen können.
Zusätzlich erfolgt die Überwachung dieser Sperren durch Polizei und geschulte Sicherheitsdienste. Laut Tiroler Landesregierung wurden im vergangenen Winterhalbjahr etwa 250.000 Fahrzeuge, die gegen die Verkehrsüberwachung verstießen, zurückgewiesen. Diese Maßnahmen sollen nicht nur den Verkehrsfluss auf den Hauptstraßen aufrechterhalten, sondern auch die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen und die Anwohner entlasten. Während es keine Abfahrtssperren entlang der Tauernautobahn (A10) in Salzburg gibt, sind solche Regelungen für die Pfingst- und Sommerferien 2026 geplant.
Ein Blick auf die Zukunft
Die Abfahrtssperren in Tirol sind Teil einer größeren Strategie zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Region und zur Minimierung der Belastungen für die Anwohner. Ein zentraler Aspekt dieser Strategie ist auch die neue Zugverbindung zwischen Deutschland und Österreich, die seit Dezember 2025 verfügbar ist. Diese könnte eine willkommene Alternative für Reisende darstellen, die auf ihre Fahrten verzichten möchten. Die Verkehrsüberwachung und die Einführung von Dosierampeln zur Regulierung der Fahrzeugzahlen pro Stunde sind weitere Maßnahmen, die zur Verbesserung der Verkehrssituation beitragen sollen. Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich diese Regelungen auf das Reiseverhalten der Autofahrer auswirken werden.
Für weitere Informationen zu den Abfahrtssperren in Österreich können Sie die detaillierte Übersicht auf Allgäuer Zeitung oder die ADAC-Seite ADAC konsultieren. Weitere Hintergründe finden Sie auch auf digitale-vignette-online.at.