Am 26. Februar 2026 feiert Tirol ein bemerkenswertes Jubiläum: 20 Jahre Digitalfunk für Behörden und Einsatzorganisationen. Dieses zukunftsweisende Kommunikationssystem, das unter dem Namen BOS-Austria bekannt ist, wurde 2006 als erstes in Österreich eingeführt. Landeshauptmann Anton Mattle und Sicherheitslandesrätin Astrid Mair besuchten kürzlich die Digitalfunkmasten in Oberperfuss und die Technikräume im Landhaus, um sich über die beeindruckende Infrastruktur zu informieren.

Der Digitalfunk gewährleistet eine sichere und zuverlässige Kommunikation für die Einsatzkräfte, auch unter extremen Bedingungen. Mit 195 Funkbasisstationen, die rund 95% der Tiroler Landesfläche abdecken, und über 13.500 Funkgeräten, die den Feuerwehr-, Rettungs- und Polizeieinheiten sowie Krisenstäben zur Verfügung stehen, ist Tirol bestens gerüstet für Krisensituationen. Alarmierungen erfolgen über das Warn- und Alarmierungssystem Tirol (WAS-Tirol) sowie über 1.025 Zivilschutzsirenen, die redundant über den Digitalfunk aktiviert werden.

Maximale Ausfallsicherheit

Ein zentrales Element des Digitalfunknetzes ist das A-Standort-Konzept, das für eine maximale Ausfallsicherheit sorgt. Rund die Hälfte der Funkbasisstationen ist über ein unabhängiges Richtfunknetz miteinander verbunden, wodurch sie nicht auf öffentliche Netze angewiesen sind. Sichtkontakt zwischen den Funkmasten ist dabei eine Voraussetzung für die stabile Verbindung. Zudem sind technische Systeme doppelt ausgeführt, und Notstromlösungen gewährleisten den Betrieb auch bei Stromausfällen.

Das Ziel ist klar: ein zuverlässiges System für Krisen- und Katastrophenfälle, das kontinuierlich weiterentwickelt und modernisiert wird. Das Engagement der Mitarbeiter im Landesdienst wird als entscheidend für den Erfolg angesehen, denn sie sorgen dafür, dass das System auch in schwierigen Zeiten funktioniert.

Ein Blick in die Zukunft

Das Digitalfunknetz in Tirol hat sich über die letzten zwei Jahrzehnte als unverzichtbares Instrument erwiesen, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Die kontinuierliche Anpassung und Verbesserung der Infrastruktur ist nicht nur notwendig, sondern auch ein Zeichen für das Engagement der Tiroler Behörden, in Krisensituationen stets handlungsfähig zu bleiben. Mit einem soliden Fundament und einem klaren Blick auf die Zukunft kann Tirol auf eine weiterhin sichere Kommunikation setzen.

Für weitere Informationen über die Geschichte und die Herausforderungen des Digitalfunks in Tirol, besuchen Sie die [Tiroler Landesregierung](Quelle 1) sowie [MeinBezirk](Quelle 2).