Am Sonntag, den 11. Februar 2026, hat die Stadt Imst einen bedeutenden Verlust erlitten. Alois Oberhuber, der ehemalige Stadtpfarrer und Ehrenbürger, ist im Alter von 85 Jahren in Innsbruck verstorben. Sein Begräbnis wird am Samstag, dem 14. Februar, um 9 Uhr in Imst stattfinden. Oberhuber wurde am 19. Juni 1940 in Tristach, Osttirol, geboren und hinterlässt eine tiefgreifende Spur in der Gemeinde.

Sein Werdegang ist bemerkenswert: Nach dem Besuch des Paulinum in Schwaz von 1951 bis 1959 entschied er sich für den Priesterberuf und besuchte bis 1964 das Priesterseminar in Innsbruck. Am 29. Juni 1964 erhielt er die Priesterweihe, die als Sakrament im katholischen Verständnis ein sichtbares Zeichen göttlicher Gegenwart darstellt. Die Weihe erfolgt in einer feierlichen Hl. Messe durch einen Bischof und umfasst verschiedene Vorbereitungsphasen, darunter ein mindestens fünfjähriges Theologie- und Philosophiestudium, sowie eine vertiefende Ausbildung im Priesterseminar.

Ein Leben im Dienst der Gemeinde

Nach seiner Weihe begann Oberhuber seine priesterlichen Tätigkeiten. Von 1964 bis 1970 war er Kooperator in Telfs, gefolgt von einer Position als Domvikar am Dom zu Innsbruck bis 1979. Danach war er bis 2000 Pfarrer in der Pfarre „Zur hl. Familie“ in Innsbruck Wilten West. Seine Rückkehr in die Stadtpfarre Imst am 10. September 2000 markierte einen wichtigen Abschnitt in seinem Leben. 2010 wurde er zum Ehrenbürger von Imst ernannt, eine Auszeichnung, die seine Verdienste um die Gemeinde würdigt.

Im August 2021 verabschiedete sich Oberhuber nach 21 Jahren als Pfarrer in Imst in den Ruhestand. Während seiner Abschiedsfeier wurde er von zahlreichen Vertretern aus der Gemeinde und Traditionsverbänden geehrt. Die Segnung der Anstaltsschützenfahne vor dem Gasthof Hirschen war eines der letzten kirchlichen Rituale, die er mit großer Emotion erlebte.

Ein bleibendes Erbe

Oberhuber wünschte sich, im „betreuten Wohnen“ im Pflegezentrum in der Pfarrgasse seinen Lebensabend zu verbringen. Er plante, in drei Jahren sein diamantenes Priesterjubiläum in Imst zu feiern, womit er auf eine 60-jährige Priesterlaufbahn zurückblicken wollte. Trotz seiner Entscheidung, nach Innsbruck zurückzukehren, versprach er, die Verbindung zu Imst aufrechtzuerhalten. Die Schützen der Gemeinde haben ihm versprochen, ihn zu Festen in Innsbruck zu holen, was ihm sehr am Herzen lag.

Sein Wirken wird in der Gemeinde stets in Erinnerung bleiben, und die Trauer um Alois Oberhuber zeugt von der Wertschätzung, die er genoss. Sein unermüdlicher Einsatz für die Menschen und die Gemeinschaft wird nicht vergessen. Für viele war er nicht nur ein Priester, sondern auch ein Freund und Mentor, dessen Engagement das Leben vieler bereichert hat. Sein Lebenswerk und seine Hingabe an den Dienst werden auch in Zukunft ein Beispiel für viele sein.