Sidebar Link
Sidebar Link

Heute ist der 25.03.2026 und in Berlin wurde ein wichtiger Schritt in der Schmerztherapie für Kinder gemacht. Am 25. März wurde die Leitlinie zur stationären interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie (IMST) bei Kindern erstellt. Unter der Leitung der Deutschen Schmerzgesellschaft, unterstützt von zwölf weiteren Fachgesellschaften sowie Patient:innenorganisationen, verfolgt diese Leitlinie das Ziel, die Qualität der stationären Schmerztherapie zu verbessern und qualitativ minderwertige Versorgung zu verhindern.

In Deutschland leiden rund 7 % der 8- bis 17-Jährigen, was etwa 500.000 Kindern und Jugendlichen entspricht, an starken, andauernden oder wiederkehrenden Schmerzen. Diese Beschwerden schränken nicht nur das Alltagsleben, sondern auch das schulische Lernen erheblich ein. Eine unbehandelte oder falsch behandelte chronische Schmerzerkrankung kann bis ins Erwachsenenalter fortbestehen und hat oft negative Folgen für die Betroffenen. Daher ist die stationäre interprofessionelle Schmerztherapie, die darauf abzielt, Schmerzen zu verringern und die Lebensqualität der Kinder zu steigern, als die effektivste Behandlungsmethode anerkannt.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Rolle der Fachleute

Die Psychologin PD Dr. Julia Wager vom Deutschen Kinderschmerzzentrum leitete die Erstellung der Leitlinie und hob die Bedeutung der Verringerung schmerzbedingter Beeinträchtigungen hervor. Eine erfolgreiche stationäre IMST sollte in Kliniken für Kinder und Jugendliche von einem interdisziplinären, pädiatrisch geschulten Behandlungsteam durchgeführt werden. Prof. Dr. Frank Petzke, Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft, bezeichnete die neue Leitlinie als Meilenstein für die multimodale Schmerztherapie.

In-Article Link
In-Article Link

Die S2k-Leitlinie „Stationäre Interdisziplinäre Multimodale Schmerztherapie (IMST) bei Kindern und Jugendlichen“ ist bereits mit Langfassung, Kurzfassung und Methodenreport auf der AWMF-Website veröffentlicht. Zudem wird eine Version der Leitlinie für Patientinnen und Patienten in naher Zukunft erwartet. Für weiterführende Informationen zu dieser richtungsweisenden Leitlinie besuchen Sie bitte auch MedConWeb.

Ein Blick in die Zukunft

Die Implementierung dieser Leitlinie könnte weitreichende positive Auswirkungen auf die Behandlung von chronischen Schmerzen bei Kindern haben. Die interdisziplinäre Herangehensweise und der Fokus auf die Verbesserung der Lebensqualität sind Ansätze, die in der medizinischen Gemeinschaft zunehmend an Bedeutung gewinnen. Es bleibt abzuwarten, wie schnell und effizient die Leitlinie in den verschiedenen Kliniken umgesetzt wird und welche Fortschritte in der Behandlung von Schmerzerkrankungen erzielt werden können.

Insgesamt ist die heutige Veröffentlichung ein bedeutender Fortschritt im Bereich der Schmerztherapie für Kinder und Jugendliche. Die Herausforderungen, die mit chronischen Schmerzen verbunden sind, erfordern einen umfassenden und gut koordinierten Ansatz, um den betroffenen Kindern die bestmögliche Unterstützung zu bieten.