Am 29. März 1979 war im Bezirk Imst einiges los. In Sölden wurde der Doppel-Profi-Weltmeister Andre Arnold feierlich empfangen, nachdem er in den USA großartige Erfolge gefeiert hatte. Die jubelnden Fans begleiteten ihn auf seinem Weg zum Hotel „Central“, wo die Feierlichkeiten ihren Höhepunkt fanden. Neben diesem sportlichen Highlight gab es auch wichtige Diskussionen über den Ausbau der Bahnstrecke bis zum Ötztal-Bahnhof sowie eine Raumschutzübung am Fernpass. Eine weitere erfreuliche Nachricht kam von der Musikkapelle Mötz, die ein neues Probelokal einweihte. Für weitere Details zu den Ereignissen in dieser historischen Zeit können Sie die Rundschau besuchen.
Die Region rund um Sölden ist nicht nur für ihre atemberaubenden Berglandschaften bekannt, sondern auch für den Alpinen Skiweltcup. Das erste Rennen am Rettenbachferner fand in der Saison 1993/94 statt. Seitdem hat sich Sölden als jährlicher Auftakt zum Weltcupwinter etabliert, wobei die ersten Riesenslaloms im Oktober 2008 stattfanden. Die Strecke erstreckt sich über 1170 Meter mit einem Höhenunterschied von 368 Metern, und die Bedingungen sind oft herausfordernd. Der Rettenbachferner bietet aufgrund seiner Höhenlage und der dazugehörigen Infrastruktur ideale Voraussetzungen für diese prestigeträchtigen Wettkämpfe.
Nachhaltigkeit im Skiweltcup
In den letzten Jahren gab es jedoch zunehmende Kritik an den frühen Terminen der Weltcupveranstaltungen, insbesondere in Bezug auf die Umwelt. Im Jahr 2023 gab es umfangreiche Arbeiten mit Baggern und Sprengungen, was zu Protesten von 500 aktiven FIS-Akteuren führte. Sie forderten eine Überprüfung der Vorgehensweise und den Weltcupstart. Eine Petition von Julian Schütter und Protect Our Winters (POW) fand über 30.000 Unterstützer und brachte das Thema Nachhaltigkeit ins Gespräch. Die Organisatoren betonen allerdings die Werbewirksamkeit dieser Veranstaltungen und deren Anreiz für den Wintertourismus.
Ein positives Beispiel für Nachhaltigkeit im Skisport bietet der FIS Weltcup-Slalom in Gurgl, der kürzlich als eines der umweltfreundlichsten Sportevents Österreichs ausgezeichnet wurde. Die Veranstaltung wurde von „Green Events Austria“ organisiert, die vorbildliche Sport- und Kulturevents auszeichnet. Dabei wurde ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept entwickelt, das unter anderem den Einsatz von regionalen Lebensmitteln und den Ausbau des öffentlichen Verkehrs vorsieht. Auch für die kommenden Jahre sind weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit geplant. Vizekanzler Werner Kogler lobte die Initiativen und den Stellenwert von Klimaschutz in den Vereinen und bei den Veranstaltern. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Artikel von Tirol Presse.