Endlich ist es offiziell: Angelika Bader aus Hall wurde mit dem Tiroler Frauenpreis 2025 geehrt! Die Auszeichnung fand im festlichen Rahmen im Landhaus Innsbruck statt und wird von der Frauenlandesrätin, Eva Pawlata, verliehen. Der Preis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, hebt die Verdienste von Frauen und Projekten hervor, die sich für die Gleichstellung der Geschlechter engagieren.

Bader kann auf über 25 Jahre Engagement in der Frauengesundheit zurückblicken. Ihre Arbeit konzentriert sich auf frauenspezifische Medizin, die sowohl die Versorgung als auch die Ausbildung und öffentliche Wahrnehmung umfasst. Ihre Bemühungen sind nicht nur lokal spürbar, sie bringen auch umfassende Veränderungen in der Gesundheitsversorgung für Frauen in Tirol mit sich.

Ein eine Bereicherung für die Gesundheitsversorgung

Eine der zentralen Errungenschaften von Angelika Bader war der Aufbau des Frauengesundheitszentrums an der Innsbrucker Klinik. Dieses Zentrum stellt eine wichtige Anlaufstelle für Frauen dar und bietet ihnen einen geschützten Raum, in dem sie gezielt behandelt werden können. Die Schwerpunkte des Zentrums reichen von Bluthochdruck und Herzproblemen bis hin zu Wechseljahresbeschwerden und Medikamentenunverträglichkeiten. Selbst ohne Überweisung können Frauen hier Hilfe finden.

Seit 1999 ist Bader maßgeblich daran beteiligt, dass eine Koordinationsstelle mit dem Ziel der Förderung der Frauengesundheit ins Leben gerufen wurde. Diese Initiative führte letztlich zur Gründung des heutigen Gesundheitszentrums. Tirol.gv.at hebt hervor, dass ihr Engagement auch in der Gesundheitsbildung sowie in der Lehre sichtbar wird. Außerdem hat sie ein Masterstudium in Gender Medizin abgeschlossen und sich aktiv für die Verankerung dieser Disziplin in der Ausbildung aller Gesundheitsberufe verwendet.

Würdigende Nominierungen

Die Jury, bestehend aus Expertinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gleichstellung und Medien, bewertete insgesamt 16 Nominierungen. Es ist die zweite Vergabe des Tiroler Frauenpreises, der mittlerweile zu einem wichtigen Symbol für die Unterstützung von Frauen in Tirol avanciert ist. Angelika Bader hat sich damit nicht nur gegen andere beeindruckende Einzelpersonen und Projekte durchgesetzt, sondern auch durch ihre tiefgreifenden Beiträge zur Gesundheitsversorgung für Frauen in Tirol überzeugt.

Die Tiroler Frauenlandesrätin Eva Pawlata ist stolz auf die Entwicklung der Frauengesundheitsstrategie, die im März 2023 verabschiedet wurde. Diese Strategie zielt darauf ab, die Gesundheitsversorgung und Prävention für Frauen weiter zu verbessern, und knüpft an Bs Engagement an. ORF Tirol berichtet weiter, dass die Schwerpunkte dieser Strategie unter anderem auch Prävention, Sexualpädagogik, psychische Gesundheit und Gewaltschutz umfassen.

Insgesamt ist Angelika Bader nicht nur eine herausragende Medizinerin, sondern auch ein leuchtendes Beispiel für die Stärke und den Einsatz von Frauen, die einen differenzierten Blick auf Gesundheit und Gleichstellung werfen. Ihre Auszeichnung ist somit nicht nur eine persönliche Ehrung, sondern auch eine Anerkennung des wichtigen Themas der Frauengesundheit in der Gesellschaft.