Am 6. Februar 2026 fand in Hall in Tirol ein spannendes Nachhaltigkeitsfrühstück statt, das von der Wirtschaftskammer Tirol in Zusammenarbeit mit IV Tirol und respACT veranstaltet wurde. Die RAGG GmbH öffnete ihre Türen und bot den Teilnehmern die Möglichkeit, sich intensiv mit dem Thema Kreislaufwirtschaft auseinanderzusetzen. Die Eröffnung der Veranstaltung übernahm Marlene Hopfgartner von der Tiroler Wirtschaftskammer, die die Anwesenden herzlich willkommen hieß und einen Überblick über die aktuellen Serviceangebote der WK Tirol gab.
Ein wichtiger Aspekt des Frühstücks war der Hinweis auf den Nachhaltigkeitsbericht der WK Tirol, der nach dem VSME Basis Modul erstellt wurde. Martina Gruber präsentierte anschließend den TRIGOS, Österreichs Auszeichnung für verantwortungsvolles Wirtschaften, und erläuterte die Bedeutung dieser Auszeichnung für Unternehmen. Johanna Fritz von der WK Tirol stellte die Umweltzertifizierung ÖKOPROFIT vor, während das Netzwerk respACT seine Rolle in der Vernetzung und Wissensvermittlung hervorhob. Die Teilnehmer erhielten auch Informationen zu bevorstehenden Veranstaltungen von respACT, darunter der Initiativkreis Tirol am 2. März 2026 bei der EGGER Holzwerkstoffe GmbH und der csrTAG 2026 am 22. Oktober 2026 im Congress Centrum Alpbach.
Einblicke in die Praxis der Kreislaufwirtschaft
Ein besonders interessanter Teil der Veranstaltung war der Einblick in die Arbeit der RAGG GmbH, präsentiert von Pia und Simon Mussmann. Bei einer Führung durch das Betriebsgelände konnten die Teilnehmer die praktische Umsetzung von Kreislaufwirtschaft im industriellen Alltag hautnah erleben. Während der Führung wurde über die ökologischen, sozialen und ökonomischen Vorteile geschlossener Stoffkreisläufe diskutiert. Die Veranstaltung endete mit einem gemeinsamen Frühstück, das Networking und Austausch förderte.
Die Kreislaufwirtschaft hat nicht nur in Tirol, sondern auch in Deutschland eine zentrale Rolle in der nachhaltigen Transformation der Wirtschaft übernommen. Im Dezember 2024 wurde die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) beschlossen, die den Übergang zu einer ressourcenschonenden und klimafreundlichen Wirtschaft zum Ziel hat. Diese Strategie fördert nachhaltige Produktionsprozesse und setzt auf innovative Technologien zur Rückgewinnung von Wertstoffen. Ein zentraler Punkt ist die Minimierung von Abfällen und die Erhöhung der Recyclingquoten, was auch die Abhängigkeit von Rohstoffimporten verringern soll [Quelle] und [Quelle].
Die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft wird besonders deutlich, wenn man die hohen Kosten des Rohstoffabbaus für Umwelt, Mensch und Wirtschaft betrachtet. Ein Wandel zu einer Kreislaufwirtschaft ist nicht nur notwendig, um klima- und umweltpolitische Ziele zu erreichen, sondern bietet auch große wirtschaftliche Chancen [Quelle]. Veranstaltungen wie das Nachhaltigkeitsfrühstück in Hall in Tirol sind entscheidend für die Förderung der nachhaltigen Transformation und das Lernen zwischen Unternehmen in der Region.