In den letzten Jahren hat der Österreichische Alpenverein (ÖAV) eine bemerkenswerte Mitgliederentwicklung erfahren. Zum Stichtag 31.12.2025 verzeichnete der Verein insgesamt 748.046 Mitglieder, was einem Zuwachs von über 21.000 im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders interessant ist, dass statistisch gesehen jede/r Siebte in Tirol Mitglied des Alpenvereins ist, was die große Bedeutung des Vereins in dieser Region unterstreicht. Die mitgliederstärksten Bundesländer sind Wien, Tirol und Oberösterreich, wobei Wien mit 233.334 Mitgliedern an der Spitze steht, gefolgt von Tirol mit 114.733 und Oberösterreich mit 86.880 Mitgliedern.
Im Jahr 2025 traten 21.762 neue Mitglieder dem Alpenverein bei, was einer Steigerung von drei Prozent entspricht. Die Mitglieder profitieren von verschiedenen Ermäßigungen auf Alpenvereinshütten, Kletterhallen, Veranstaltungen und Tourenangeboten. Auch Versicherungsleistungen sind ein Teil des Angebots, das die Attraktivität des Vereins erhöht. Mit 193 Sektionen und Ortsgruppen in ganz Österreich ist der Alpenverein weit verzweigt. Darunter sind zwölf Sektionen, die über 10.000 Mitglieder zählen, darunter der Alpenverein Austria und der Alpenverein Edelweiss. Die Auslandssektionen in Britannia und Flandern betreuen insgesamt 37.256 Mitglieder und haben ein Wachstum von 12 Prozent verzeichnet.
Verantwortung und Engagement
Der Alpenverein trägt nicht nur zur Förderung des Bergsports bei, sondern betont auch die Verantwortung, die mit der steigenden Mitgliederzahl einhergeht. Dies betrifft insbesondere den Naturschutz und die Sicherheit im Bergsport. So bearbeitete der Verein im Vorjahr 2.120 Schadensfälle durch seine weltweite Freizeit- und Unfallversicherung, wobei ein leichter Anstieg der Fälle zu verzeichnen war. Die Unfallstatistik zeigt, dass 42 Prozent der Unfälle beim Wandern passierten. Die Sicherheitsmaßnahmen werden kontinuierlich verbessert, um den Mitgliedern ein sicheres Erlebnis in den Bergen zu bieten.
Der Verein ist außerdem die größte Jugendorganisation Österreichs, mit 28,2 Prozent der Mitglieder unter 30 Jahren. Das Durchschnittsalter der Mitglieder liegt bei 43 Jahren, und der Frauenanteil beträgt 45,54 Prozent, wobei dieser kontinuierlich steigt. Die Alpenverein-Akademie sorgt für die zeitgemäße Fortbildung der rund 9.000 ehrenamtlichen Funktionäre, die den Verein mit etwa 25.000 Ehrenamtlichen unterstützen und jährlich rund 1,5 Millionen Arbeitsstunden leisten.
Ein Blick über die Grenzen
Vergleicht man die Mitgliederzahlen des Österreichischen Alpenvereins mit dem Deutschen Alpenverein, so zeigt sich ein beeindruckendes Bild. Der Deutsche Alpenverein hatte zum 31.12.2024 insgesamt 1.570.602 Mitglieder und verzeichnete einen Zuwachs von 3,30 Prozent im Jahr 2024. Der Frauenanteil liegt hier bei 44,2 Prozent und etwa 22,6 Prozent der Mitglieder sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre. Beide Vereine haben eines gemeinsam: Sie setzen sich für den Erhalt der alpinen Landschaft und die Sicherheit ihrer Mitglieder ein.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Österreichische Alpenverein nicht nur ein Ort für Bergsportbegeisterte ist, sondern auch eine Plattform, die Gemeinschaft, Naturschutz und Sicherheit miteinander verbindet. Mit einem klaren Fokus auf Fortbildung und Engagement für die Jugend bleibt der Verein ein wichtiger Akteur in der alpinen Gemeinschaft.
Für weitere Informationen und Details zu den aktuellen Entwicklungen im Alpenverein besuchen Sie bitte die offizielle Webseite: Alpenverein Tirol und WillWandern.





