Heute ist der 17.02.2026. In Tirol, Österreich, sorgt seit dem 16. Februar extremes Wetter für Schlagzeilen. In der Nacht auf Montag fielen zwischen 10 und 30 cm Neuschnee, und auch am Dienstag sowie Mittwoch wird mit weiteren Schneefällen gerechnet, die regional unterschiedlich stark ausfallen. Die Schneefallgrenzen liegen dabei zwischen 500 und 1000 Metern, was die Situation für viele Urlauber und Einheimische erheblich erschwert. Aktuell sind mehrere Bundesstraßen, darunter die B179 zwischen Fernpass und Lermooser Tunnel, gesperrt. Dabei sind die Räumungsdienste und die Polizei im Dauereinsatz, um das Verkehrschaos zu bewältigen. Unwetterwarnungen, teils sogar in roter Warnstufe, sind für Tirol ausgegeben worden.

Die Wettervorhersage lässt jedoch auf eine Besserung hoffen: Ein Temperaturanstieg zum Wochenende könnte die Gefahr von gefrierendem Regen und Glatteis mit sich bringen. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn auf mehreren Bundesstraßen besteht Schneekettenpflicht. Dazu gehören die B20 zwischen St. Pölten und Mariazell sowie die B21 zwischen Mariazell und Theresienfeld. Der ÖAMTC appelliert daher eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer, sich über die Straßenbedingungen zu informieren und Schneeketten mitzuführen.

Lawinengefahr und Verkehrseinschränkungen

Zusätzlich zur Schneesituation wurde am 17. Februar eine Gefahrenstufe von 4 für Lawinen in Tirol ausgerufen, was die zweithöchste Warnstufe darstellt. Besonders im Westen und Südwesten Tirols ist die Lawinengefahr stark erhöht. GeoSphere Austria empfiehlt, die aktuellen Lawinenlageberichte zu beachten. Tragischerweise gab es bereits mehrere Lawinenunfälle in Tirol, darunter zwei Todesfälle am Stubaier Gletscher am 15. Februar.

Der Wintereinbruch macht sich nicht nur in Tirol bemerkbar, sondern auch in anderen Teilen Deutschlands. Am 26. Januar 2026 wurde in vielen Regionen, insbesondere im Süden und Nordosten Deutschlands, starker Schneefall und Eisregen beobachtet. In Baden-Württemberg sorgten Neuschnee und Glatteis für chaotische Zustände, und die A8 musste zeitweise gesperrt werden. Auch in Bayern fielen bis zu 20 cm Schnee, was zu einem Ausfall des Präsenzunterrichts in einigen Regionen führte. Straßenbahn- und Busverkehr mussten in Würzburg eingestellt werden, und der Tiergarten Nürnberg sowie der Zoo Augsburg blieben geschlossen.

Verkehrschaos und Wetterwarnungen

Die Polizei und Wetterdienste warnen in Deutschland vor erhöhter Unfallgefahr, und es gab zahlreiche Unfälle, meist mit Blechschäden. In Thüringen rückten die Einsatzkräfte wegen etwa 30 Unfällen auf Autobahnen aus, während in Norddeutschland der Unterricht in mehreren Regionen ausfiel. Auch der Bahnverkehr war stark beeinträchtigt, mit zahlreichen Ausfällen im Fernverkehr der Deutschen Bahn.

Die aktuelle Wetterlage zeigt, dass der Winter in diesem Jahr besonders intensiv zuschlägt. Trotz steigender Temperaturen über dem Gefrierpunkt ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen, und sowohl Urlauber als auch Einheimische sollten sich stets über die aktuellen Wetterbedingungen informieren, um sicher unterwegs zu sein. Für viele ist der Winter eine Zeit der Freude, doch die Gefahren durch Schnee und Eis sind nicht zu unterschätzen.

Für weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen können Leser die Berichte der Allgäuer Zeitung sowie die Tagesschau konsultieren.