Am 20. Februar 2026 wurden in der Innsbrucker Hofburg zahlreiche Ehrenzeichen des Landes Tirol verliehen. In einem festlichen Rahmen, der anlässlich des 216. Todestages von Andreas Hofer stattfand, überreichten Landeshauptmann Anton Mattle und Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher die Auszeichnungen an elf Persönlichkeiten aus Tirol und Südtirol. Diese Geehrten sind in verschiedenen Bereichen aktiv, darunter Kunst, Kultur, Wirtschaft, Tourismus, Medizin, Wissenschaft, Sozialwesen und Medien. Zu den ausgezeichneten Persönlichkeiten zählt auch Ulrike Tappeiner, eine herausragende Biologin, die für ihre bedeutenden Arbeiten zu alpinen Ökosystemen und ihr Engagement für den Universitätsstandort Bozen geehrt wurde.

Ulrike Tappeiner, geboren 1959 in Bozen und eine ausgewiesene Expertin in der alpinen Ökosystemforschung, hat über 270 Publikationen verfasst und war maßgeblich an der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Südtirol und Innsbruck beteiligt. Sie war die erste Frau, die als Präsidentin der Freien Universität Bozen amtierte und setzte sich für die internationale Vernetzung der Universität ein. Ihre Karriere begann an der Universität Innsbruck, wo sie Biologie und Informatik studierte und 1985 mit einer Dissertation zur Pflanzenökologie promovierte. Nach mehreren Stationen, unter anderem als Universitätsassistentin am Institut für Botanik, habilitierte sie sich 1996 und leitet seit 1995 das Institut für Alpine Umwelt der Eurac Research.

Engagement und Vorbilder

In seiner Ansprache betonte Landeshauptmann Mattle die Vorbildwirkung der Geehrten für die Gesellschaft und deren bedeutenden Beitrag zur Entwicklung Tirols und Südtirols. Die ausgezeichneten Persönlichkeiten stehen für Leistungsbereitschaft, Mut und Verantwortungsbewusstsein, erklärte er. Auch Arno Kompatscher hob die Bedeutung individueller Leidenschaft und Engagement für die Gesellschaft hervor und sprach von der Bereicherung, die diese Eigenschaften mit sich bringen. Tappeiners Engagement für den Umweltschutz und ihre Rolle als wissenschaftliche Brückenbauerin zwischen den Regionen spiegeln genau diese Werte wider.

Ulrike Tappeiner arbeitet seit 2005 als Universitätsprofessorin für Ökosystemforschung und Landschaftsökologie am Institut für Ökologie der Universität Innsbruck. Ihre Forschung und Lehre haben nicht nur zur akademischen Bildung beigetragen, sondern auch zur Sensibilisierung für die Herausforderungen, die alpine Ökosysteme betreffen. In der Zeremonie wurde ihre Fähigkeit hervorgehoben, Wissen und Kreativität zu vereinen, um nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen des Umweltschutzes zu finden.

Ein bedeutender Tag für Tirol und Südtirol

Die Verleihung der Ehrenzeichen ist nicht nur eine Anerkennung für die ausgezeichneten Persönlichkeiten, sondern auch ein Zeichen für die enge Verbundenheit und Zusammenarbeit zwischen Tirol und Südtirol. Unter den weiteren Geehrten fanden sich bekannte Namen wie Mirjam Weichselbraun, Magdalena Hauser-Seibl und Gotthard Bonell, die ebenfalls für ihre Leistungen in ihren jeweiligen Bereichen geehrt wurden. Diese Ehrungen verdeutlichen, wie wichtig es ist, Engagement und Leistung über Landesgrenzen hinaus zu würdigen.

Insgesamt zeigt die Veranstaltung, dass Tirol und Südtirol auf eine Vielzahl von Persönlichkeiten stolz sein können, die mit ihrem Wissen und ihrer Kreativität einen bedeutenden Beitrag zur Gesellschaft leisten. Für Ulrike Tappeiner und die anderen Ausgezeichneten ist dies nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch eine Motivation, weiterhin für ihre Überzeugungen und für die Bewahrung der alpinen Umwelt einzutreten. Für weitere Informationen zu Ulrike Tappeiner können Sie die Wikipedia-Seite besuchen sowie die offizielle Meldung der Universität Innsbruck einsehen.