Heute ist der 20.02.2026. Der Bezirk Weiz ist derzeit von einem massiven winterlichen Chaos betroffen. Seit Mitternacht sind die Feuerwehren aufgrund starken Schneefalls im Dauereinsatz. Innerhalb weniger Stunden fielen bis zu 30 Zentimeter Neuschnee, was zu einem regelrechten Ausnahmezustand führte. Bis Freitagmittag waren bereits rund 570 Einsatzkräfte mit 108 Fahrzeugen bei mehr als 360 Einsätzen aktiv, und um 15 Uhr stieg die Zahl auf rund 790 Einsatzkräfte und 136 Fahrzeuge bei 610 Einsätzen. In mehreren Gemeinden kam es zu Stromausfällen, die durch die Schneelast und beschädigte Leitungen verursacht wurden. Mehrere Straßen mussten gesperrt werden, insbesondere aufgrund von Schneebruchgefahr und umgestürzten Bäumen, die vor allem in Pischelsdorf viele Straßen blockieren.

Die Autobahn A2 im Raum Gleisdorf bis Sinabelkirchen war zeitweise in beide Fahrtrichtungen gesperrt, und auch die L355 wurde komplett aufgrund von Schneeverwehungen gesperrt. Am Donnerstagabend kam ein Pkw-Lenker in St. Kathrein am Offenegg von der Straße ab, was zu einer leichten Verletzung einer Person führte. Die Feuerwehr musste den Pkw mit einem Kran aus einem Bachbett bergen. Die Straßenmeisterei Weiz ist mit rund 30 Mitarbeitern im Dauereinsatz, während die Feuerwehr und die Gemeinden vor akuten Gefahren in Wäldern warnen, da Bäume umstürzen könnten. Der Park in St. Ruprecht an der Raab wurde ebenfalls gesperrt.

Einsatzkräfte im Dauereinsatz

Die Situation ist nicht nur im Bezirk Weiz angespannt, sondern betrifft die gesamte Steiermark. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag fiel bis zu 20 cm Neuschnee, was die Landeswarnzentrale Steiermark veranlasste, eine Schneewarnung für das gesamte Land auszugeben. Bis 9:30 Uhr waren bereits 858 Einsätze mit 374 alarmierten Feuerwehren im Gange. Rund 2.600 Feuerwehrmitglieder sind insbesondere im Südosten des Landes aktiv, wobei die Hauptgründe für die Einsätze hängengebliebene Fahrzeuge, Verkehrsunfälle und massive Schneebrüche sind.

Zusätzlich sind etwa 30.000 Haushalte in der Steiermark von Stromausfällen betroffen. Energie Steiermark arbeitet intensiv an der Behebung dieser Störungen. Der öffentliche Verkehr ist ebenfalls stark eingeschränkt, wobei die ÖBB über Störungen auf mehreren Zugstrecken informiert. Betroffen sind unter anderem die Strecken Spielfeld Strass, Fürstenfeld-Bierbaum/Safen, und auch die GKB-Züge der S6 fallen zwischen Wies-Eibiswald und Graz Hauptbahnhof aus. Der AT-Alert Handyalarm wurde um 8:20 Uhr ausgelöst, und die Bevölkerung wird aufgefordert, Autofahrten zu vermeiden. Auch hier warnen Meteorologen vor umstürzenden Bäumen, insbesondere in der Ost- und Südsteiermark.

Schneeverwehungen und Verkehrsbehinderungen

Die Straßenverhältnisse in der Region sind katastrophal. Die B72, insbesondere im Bereich „Wanne“ bis Kreisverkehr Büchl, ist gesperrt, und zahlreiche Lkw stehen dort fest. Weitere gesperrte Straßen sind die B72 (Hart-Puch bis Töchterlehof), die B64 (Tulwitz bis Hoaterwirt) und die L356 (Bereich Stoffmühle) wegen umgestürzter Bäume. Die Straßenmeisterei ist trotz der widrigen Wetterbedingungen im Dauereinsatz, um die Straßen von Bäumen und Schneeverwehungen zu befreien. Die Bevölkerung wird gebeten, auf die Warnungen der Behörden zu hören und möglichst zuhause zu bleiben.

Diese winterlichen Wetterbedingungen sind nicht nur eine Herausforderung für die Einsatzkräfte, sondern auch eine Erinnerung daran, wie wichtig es ist, sich auf extreme Wetterereignisse vorzubereiten und die eigene Sicherheit stets an erste Stelle zu setzen. Für aktuelle Informationen und Entwicklungen in der Region Weiz und darüber hinaus, bleibt es wichtig, lokale Nachrichtenquellen zu konsultieren, wie zum Beispiel Kleine Zeitung und MeinBezirk.