In der malerischen Gemeinde Puch bei Weiz hat sich in den letzten zehn Jahren ein beeindruckendes Projekt entwickelt, das die Geschichte und Kultur der Region bewahrt. Die Autorin Maria Höfler hat eine Trilogie mit dem Titel „Wias amol woa in Puch“ verfasst, die nun mit der Veröffentlichung des letzten Buches im Jahr 2023 ihren Höhepunkt erreicht. Die Buchpräsentation fand in Anwesenheit von Bürgermeisterin Gerlinde Schneider statt und bot einen lebhaften Einblick in die Erzählungen und Erinnerungen von Zeitzeugen.
Die drei Bücher enthalten eine Fülle an Berichten über den Weltkrieg, Geschichten zur Entstehung der Gemeinde und alte Kochweisen, die das kulturelle Erbe Puchs eindrucksvoll dokumentieren. Rund 400 Bürgerinnen und Bürger haben am ersten Teil mitgewirkt, und zahlreiche örtliche Vereine sowie Schulen haben sich aktiv an dem Projekt beteiligt. Diese breite Beteiligung zeigt, wie wichtig die Aufrechterhaltung der Gemeindegeschichte und die regionale Verwurzelung für die Menschen sind.
Ein Projekt von großer Bedeutung
Die Trilogie ist das Ergebnis einer zehnjährigen Projektlaufzeit, in der das ehrenamtliche Redaktionsteam, bestehend aus Maria Höfler, Evelyn Garber, Eva Glössl, Roswitha Schmid, Trude Sommerbauer und Rosa Weingartmann, unermüdlich gearbeitet hat. Ursprünglich war der Umfang des Projekts kleiner geplant, doch das Interesse und die gesammelten Geschichten waren so umfangreich, dass letztlich drei Bände entstanden. Diese Bücher sind nicht nur eine Sammlung von Erzählungen, sie sind ein wertvolles Wissen für kommende Generationen.
Besonders interessant ist, dass die Bücher von der Gemeinde Puch bei Weiz verlegt wurden und in limitierter Auflage erhältlich sind. Die Titelseiten wurden von heimischen Künstlerinnen und Künstlern gestaltet, und die Integration von QR-Codes führt die Leser zu Videos und weiteren Informationen, die das Leseerlebnis bereichern.
Puch bei Weiz im Überblick
Puch bei Weiz ist ein Ort mit einer reichen Geschichte. Die Gemeinde wurde 1386 urkundlich erwähnt und besteht aus den Katastralgemeinden Elz, Harl, Höfling, Klettendorf, Perndorf und Puch. Mit einer Fläche von 2.475 ha und rund 2.200 Einwohnern ist Puch das größte Apfeldorf Österreichs, das im oststeirischen Hügelland liegt. Der Hauptort hat seinen traditionellen Dorfcharakter bewahrt und bietet im Ortskern eine Vielzahl von Einrichtungen, darunter das Gemeindeamt, eine Postpartnerstelle, eine Raiffeisenbank, einen praktischen Arzt sowie verschiedene Nahversorger.
Die Gemeinde ist auch für ihre Bildungseinrichtungen bekannt, darunter eine Volksschule, eine Neue Mittelschule und eine Musikschule. Ein Begegnungszentrum mit Seniorentagesstätte und Seniorenwohnen trägt zur sozialen Vernetzung bei. Puch ist nicht nur die größte Obstbaugemeinde Österreichs, sondern hat auch ein reges Vereinsleben und einen umfangreichen Veranstaltungskalender zu bieten, besonders während der Blüte- und Erntezeit an der Steirischen Apfelstraße.
Ein kulturelles Erbe für die Zukunft
Die Trilogie „Wias amol woa in Puch“ ist ein bedeutender Beitrag zur Erfassung, Erhaltung und Vermittlung des Kulturerbes der Region, besonders im Rahmen des EU-Projektes „Culturecovery“, an dem Puch als eine von drei steirischen Partnergemeinden beteiligt ist. Es ist erfreulich zu sehen, wie die Geschichte lebendig gehalten wird und die Gemeinschaft durch solche Projekte stärker zusammenwächst. Diese Initiative wird nicht nur die Erinnerung an vergangene Zeiten bewahren, sondern auch die Identität und das Gemeinschaftsgefühl der Bürgerinnen und Bürger von Puch stärken.
Für alle Interessierten sind die Bücher eine wundervolle Gelegenheit, in die Geschichte ihrer Gemeinde einzutauchen und die Wurzeln Puchs zu entdecken. Wer mehr über dieses spannende Projekt erfahren möchte, findet weitere Informationen in der Quelle und auf der Webseite der Gemeinde.