In der steirischen Stadt Weiz wird mit einem spannenden Pilotprojekt an der Volksschule Weizberg ein ganz neuer Weg in der Umweltbildung eingeschlagen. Unter dem Motto „Vielfalt im Schulgarten“ wurde die Schule aus insgesamt 23 Bewerbungen für ein steiermarkweites Projekt ausgewählt. Ziel dieses Projekts ist es, den Schulgarten in einen lebendigen Natur- und Lernraum zu verwandeln und den Kindern die Natur näherzubringen. Die Volksschule arbeitet hierbei eng mit der Naturschwärmerei zusammen, einem Verein, der sich für die Förderung der Artenvielfalt einsetzt.
Im vergangenen Jahr wurden bereits zahlreiche Elemente im Schulgarten umgesetzt, die das Lernen und Erleben der Natur fördern. So wurde eine heimische Hecke angelegt, Hummelhotels gebaut, Kräuterbeete errichtet sowie ein Strauchhaus und ein Weidentunnel erstellt. Zudem pflanzten die Kinder drei Bäume – eine Maulbeere, eine Linde und einen Nussbaum. Alle Gartenbereiche wurden in gemeinsamer Aktion mit den Schülerinnen und Schülern gepflanzt und werden von ihnen liebevoll gepflegt. Dadurch erleben die Kinder hautnah das Wachstum der Pflanzen und die Bedeutung der Vielfalt im Garten. Eine Abschlussveranstaltung mit der Präsentation des Schulgartens fand kürzlich statt, die vermutlich im April stattfand. Der naturnah gestaltete Schulgarten bietet nun Raum zum Lernen, Entdecken und Erholen (Quelle).
Ein lebendiger Lernort für alle Sinne
Die Vorteile eines Schulgartenprojekts sind vielfältig. Neben der reinen Ernte von Gemüse wird vor allem die Erfahrung, wie Ideen in die Realität umgesetzt werden, in den Vordergrund gerückt. Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, sich aktiv am Gemüseanbau zu beteiligen, was den Unterricht multisensorisch gestaltet – Riechen, Schmecken und Anfassen werden hier zum Erlebnis. Der Erfolg wird nicht nur an der Ernte gemessen, sondern an der gemeinsamen Umsetzung des Projekts, was den Gemeinschaftssinn der Kinder stärkt (Quelle).
Die Gestaltung von Schulgärten erfordert auch ein gewisses Maß an Fantasie. Es gibt zahlreiche Ideen und Beispiele, wie man ungenutzte Flächen kreativ nutzen kann – sei es der Salat an kahlen Mauern oder auf dem Dach einer Brauerei. Jede Schule und jedes Schulgelände hat seine Besonderheiten, aber es gibt überall Möglichkeiten für Gartenprojekte, die das Schulleben bereichern (Quelle).
Insgesamt zeigt das Projekt an der Volksschule Weizberg, wie effektive Umweltbildung und die Förderung der Artenvielfalt Hand in Hand gehen können. Die Erfahrungen, die die Kinder in ihrem Schulgarten sammeln, sind unbezahlbar und legen den Grundstein für ein verantwortungsvolles Miteinander mit der Natur.





