In der charmanten Stadt Weiz wurden kürzlich Persönlichkeiten für ihre bemerkenswerten Leistungen im Fasching geehrt. Unter ihnen sticht Lisa Zarnhofer hervor, die den goldenen Gardeorden erhielt. Diese Auszeichnung wird vom Bund österreichischer Faschingsgilden (BÖF) an Mitglieder verliehen, die sich über Jahre hinweg in der Faschingsszene engagiert haben. Zarnhofer, die seit 19 Jahren die Weizer Garde leitet, war früher selbst Tänzerin und ist nun für die Choreografie der Gruppe verantwortlich. Bei der Weizer Faschingssitzung im Kunsthaus Weiz wurde ihr der Orden überreicht, nachdem sie zuvor den bronzenen Orden erhalten hatte. Normalerweise tanzen zwischen 18 und 21 Mädchen in der Garde, in diesem Jahr sind es allerdings 16.
Die Einsätze der Garde beginnen traditionell am 11. November mit dem Narrenwecken und enden am Faschingsdienstag mit dem Showtanz. Um für ihre Auftritte bestens vorbereitet zu sein, beginnen die Proben bereits im September. Zarnhofer erstellt die Choreografien zu ausgewählter Musik und hat die wichtige Aufgabe, das Team auch hinter den Kulissen zu unterstützen, während sie selbst nicht mehr aktiv auf der Bühne tanzt.
Ein Blick auf die Gardekultur
Die Garde hat in vielen Faschingsgilden einen hohen Stellenwert. So ist beispielsweise die Garde der Faschingsgilde Rosenheim das Aushängeschild ihrer Gilde. Die Mädchen dort tanzen mit Präzision, Eleganz und Leidenschaft. Intensive Proben beginnen bereits im Mai, um die Bewegungen und Ausdrücke zu perfektionieren. Dieses Jahr steht das Motto „Liebe – Fasching, der von Herzen kommt“ im Vordergrund. Alessa König, die Gardemajorin, führt das Team mit Disziplin und Charme an und ist eine wichtige Motivatorin innerhalb der Gruppe.
Die Auftritte der Gardemädchen vermitteln Freude, Stolz und Energie – Gefühle, die auch in Weiz stark ausgeprägt sind. Die Garde in Weiz ist ein wichtiger Teil der lokalen Gemeinschaft und bringt Menschen zusammen, um die Tradition des Faschings lebendig zu halten. Auch beim Gardefestival, einer Messe der Showtanzgruppen im Fasching, kommen viele Gardegruppen zusammen, um ihre Choreografien zu präsentieren. Diese Veranstaltungen fördern den Austausch zwischen den Gruppen und stärken die Gemeinschaft in der Faschingsszene.
Fasching im Wandel der Zeit
Das Gardefestival, das kürzlich im Puchheimer Kulturzentrum stattfand, ist ein weiteres Beispiel für die lebendige Faschingskultur in Österreich. Hier traten zwölf Garden auf und zeigten ihre vielfältigen Tanzstile in einem sechsstündigen Programm. Das Festival ist nicht nur eine Plattform für die Gardemädchen, sondern auch eine Gelegenheit, die Choreografien und Darbietungen zu feiern, die die Tradition des Faschings am Leben erhalten.
Die Olchinger Tanzfreunde und ihre OTF-Kids, die in vier Altersgruppen organisiert sind, zeigen bei solchen Festivals, dass der Fasching weit mehr ist als nur ein paar bunte Kostüme. Hier wird Gemeinschaft gefördert und die Freude am Tanzen geteilt. Die Organisation und die Vorbereitung sind entscheidend, um das Publikum zu begeistern, und in Weiz, wie auch in Rosenheim, wird dies mit viel Herz und Hingabe praktiziert.
Lisa Zarnhofer und ihre Garde sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie vielschichtig und bereichernd die Kultur des Faschings ist. Mit Leidenschaft, Kreativität und einem starken Gemeinschaftsgefühl wird diese Tradition auch in Zukunft lebendig gehalten. Weitere Informationen über die Weizer Garde und ihre Aktivitäten finden Sie in diesem Artikel auf meinbezirk.at.
Für diejenigen, die mehr über die Gardekultur erfahren möchten, lohnt sich ein Blick auf die Faschingsgilde und ihre Veranstaltungen, die regelmäßig stattfinden. Auch die Webseite der Faschingsgilde Rosenheim bietet spannende Einblicke in die Welt der Gardemädchen und ihre Vorbereitungen hier.
Der Fasching ist nicht nur eine Zeit des Feierns, sondern auch eine wunderbare Gelegenheit, die lokale Kultur zu fördern und die Gemeinschaft zusammenzubringen. In Weiz und darüber hinaus wird diese Tradition mit viel Herz und Engagement weitergeführt.