Am 27. April 2026 jährt sich der Geburtstag von Hannes Schwarz zum 100. Mal. Der aus Anger bei Weiz stammende Künstler, der am 15. Juni 2014 in Weiz verstorben ist, hat nicht nur als Gymnasiallehrer in seiner Heimatstadt gewirkt, sondern sich auch einen Namen als eigenständiger Grenzgänger der Moderne gemacht. Zu Ehren dieses herausragenden Künstlers wird am 13. Februar 2026 im Spiegelgitterhaus eine neue Ausstellung eröffnet, die seinen künstlerischen Werdegang und sein Leben beleuchtet. Weitere Informationen zu Hannes Schwarz und seinem Schaffen können auf der Webseite der Kleinen Zeitung nachgelesen werden.

Doch bevor die große Feier zum 100. Geburtstag ansteht, wird bereits ein weiterer wichtiger Meilenstein begangen: Im Offenen Haus, auch bekannt als Haus Schwarz in Weiz, findet vom 19. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2024 eine Ausstellung mit dem Titel „Gegenwelten“ statt. Die Ausstellung ist täglich von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet und der Eintritt ist kostenlos. Diese Präsentation zielt darauf ab, das Haus Schwarz als ein „Offenes Haus“ zu würdigen. Hannes Schwarz lebte mit seiner Familie in einem Einfamilienhaus, das von der Werkgruppe Graz geplant wurde und als Beispiel für die Nachkriegsmoderne der 1960er Jahre in der Steiermark gilt. Die Ausstellung wird Fotos und Videos von verschiedenen Fotografen zeigen und bietet auch zwei Podiumsgespräche an, die sich mit der kulturpolitischen Situation in der Steiermark nach dem Zweiten Weltkrieg sowie der Vorgeschichte des Forum Stadtpark und der Bedeutung von Kunst- und Kulturorten auseinandersetzen.

Einblicke in die Ausstellung

Die bevorstehende Ausstellung „Gegenwelten“ thematisiert nicht nur das künstlerische Schaffen von Hannes Schwarz, sondern auch die Auseinandersetzung mit persönlichen Traumata und gesellschaftlicher Starre. Unterstützt wird das Projekt von zahlreichen Akteuren, darunter Markus Bogensberger, Hermann Eisenköck, das Forum Stadtpark sowie die Projektgruppe Hannes Schwarz. Die Gestaltung der Ausstellung obliegt Elisa Wüntscher, während das Grafikdesign von Paul Pacher verantwortet wird. Die Vernissage findet am 18. Januar 2025 um 19 Uhr statt und wird von Kurzvorträgen führender Kunstschaffender begleitet, gefolgt von einem Podiumsgespräch mit Agnes Altziebler, Barbara Feller und Eugen Gross.

Die Finissage am 31. Januar 2025 um 19 Uhr wird ebenfalls ein Höhepunkt sein, bei dem bedeutende Persönlichkeiten wie Markus Gönitzer und Rivka Saltiel teilnehmen werden. Moderiert wird auch diese Veranstaltung von Günter Koberg und Heidrun Primas, die die Besucher durch den Abend führen.

Forschung und Kunst in der Steiermark

Die Bedeutung von Hannes Schwarz und seinem Werk wird auch durch die Forschungsstelle Kunstgeschichte Steiermark unterstrichen, die 1999 gegründet wurde und Teil der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz ist. Diese Institution hat sich der Förderung des Forschungsstandortes Steiermark und des Nachwuchses in der Kunstgeschichte verschrieben. Besonders hervorzuheben ist der Fokus auf die Erhöhung des Frauenanteils an steirischen Universitäten und Hochschulen. Die Forschungsstelle arbeitet eng mit regionalen und überregionalen Kulturbereichen zusammen, um die Kunstszene in der Steiermark lebendig zu halten. Weitere Informationen sind auf der Webseite der Forschungsstelle zugänglich.

Mit den bevorstehenden Ausstellungen und Veranstaltungen wird das Erbe von Hannes Schwarz auf eindrucksvolle Weise gewürdigt und gleichzeitig ein Raum für die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur in der Steiermark geschaffen.