In der Nacht auf Sonntag, dem 8. Februar, kam es in Neudorf bei Mooskirchen, im Bezirk Deutschlandsberg, zu einem spektakulären Unfall. Kurz vor 3.30 Uhr geriet ein 54-jähriger Pkw-Lenker auf der L340 von der Fahrbahn ab, überschlug sich und blieb auf dem Dach im Straßengraben liegen. Glücklicherweise blieben alle Insassen, darunter der Fahrer und drei Beifahrer im Alter von 17 bis 19 Jahren, unverletzt. Die genauen Umstände des Unfalls sind bislang unbekannt, jedoch geriet das Fahrzeug auf das rechte Bankett, was zu dem folgenschweren Überschlag führte. Ein automatischer Notruf wurde durch das E-Call-System des Fahrzeugs ausgelöst, was eine rasche Alarmierung der Rettungskräfte zur Folge hatte.
Die Feuerwehr Mooskirchen, sowie die Wehren aus Söding und Ligist, waren schnell zur Stelle, um das Fahrzeug mit einem Kran zu bergen. Die Feuerwehr Hallersdorf, die nachalarmiert wurde, musste nicht eingreifen. Während des gesamten Einsatzes war die L340 total gesperrt. Der Fahrer wies eine leichte Alkoholisierung auf, die jedoch innerhalb der gesetzlichen Zulässigkeit lag. Der Sachschaden am Fahrzeug wird als Totalschaden eingestuft, da mehrere Airbags des Fahrzeugs ausgelöst wurden.
Ein weiterer Unfall auf der L340
Doch die L340 scheint ein besonders unglücklicher Ort zu sein. Am Freitagnachmittag kam es in Bassum-Dimhausen zu einer weiteren Kollision, diesmal zwischen einem Lkw und einem Auto. Ein 45-jähriger Lkw-Fahrer hatte einen vorfahrtsberechtigten 38-jährigen Autofahrer übersehen. Bei diesem Unfall wurde eine Person im Auto leicht verletzt, und der Sachschaden betrug etwa 30.000 Euro. Auch hier löste das Auto automatisch einen eCall aus, der den Notruf 112 alarmierte. Die Ortsfeuerwehren Bassum und Dimhausen rückten an, um die Unfallstelle abzusichern und Betriebsstoffe aufzunehmen. Glücklicherweise waren keine Personen im Fahrzeug eingeklemmt, sodass die Feuerwehr Bassum ihre Anfahrt abbrechen konnte.
Die Bedeutung des E-Call-Systems
Die beiden Vorfälle verdeutlichen die entscheidende Rolle moderner Notrufsysteme. Das E-Call-System, das in vielen neueren Fahrzeugen installiert ist, ermöglicht eine schnelle Alarmierung der Rettungskräfte nach einem Unfall. Ab dem 1. Januar 2027 wird eine neue Generation des Notrufsystems, der „Next Generation Emergency Call“ (NG eCall), in allen neu typgenehmigten Pkw und leichten Nutzfahrzeugen Pflicht. Dieses System, das auf 4G-LTE und perspektivisch 5G-Standards basiert, wird eine schnellere Übermittlung von Notrufmeldungen und mehr Datenübertragung ermöglichen. Es übermittelt nicht nur den Standort, sondern auch Informationen wie Aufprallgeschwindigkeit und Fahrzeugtyp, was den Rettungskräften eine bessere Einschätzung des Unfalls erlaubt.
Die gesetzliche Regelung zum Datenschutz sorgt dafür, dass das System erst nach einem Unfall aktiviert wird und keine Bewegungsprofile erstellt. Mit der Abschaltung der 2G-Netze wird das alte eCall-System jedoch funktionslos, was potenziell zu Problemen bei der Hauptuntersuchung führen könnte. Der ADAC fordert daher eine gesetzliche Regelung, um sicherzustellen, dass Fahrzeuge mit nicht funktionsfähigem eCall nicht durch die Hauptuntersuchung fallen müssen. Diese Entwicklungen unterstreichen die Wichtigkeit moderner Technik im Straßenverkehr und für die Sicherheit der Insassen.
Für weiterführende Informationen zu den Unfällen und dem E-Call-System können die Quellen hier und hier eingesehen werden. Zusätzliche Informationen zu den neuen Notrufsystemen finden Sie hier.