Die österreichische Weinlandschaft erstrahlt in neuem Glanz, und das nicht zuletzt dank der jüngsten Auszeichnungen bei der „Vinaria Trophy 2026“ in Linz. Hier wurden herausragende Weine aus der Lipizzanerheimat gewürdigt. Besonders erfreulich ist, dass gleich zwei weststeirische Winzer für ihre exzellenten Weine ausgezeichnet wurden. Das Weingut Herbst in Ligist erhielt eine Goldmedaille in der Kategorie Muskateller für den Wein „Ried Höllberg“. Auch das Weingut Lackner in Krottendorf-Gaisfeld konnte sich über gleich zwei Auszeichnungen freuen: Silber für den „Schilcher Ried Gasselberg“ (Jahrgang 2023) und Gold für den „Rosé vom Schiefer“ (Jahrgang 2023). Auf der Messe waren insgesamt 200 der besten Winzerinnen und Winzer Österreichs vertreten, was die hohe Qualität der heimischen Weine unterstreicht. Nationalratspräsident Walter Rosenkranz gratulierte den Gewinnern und würdigte deren Leistungen.

Die „Vinaria Trophy“ zählt zu den bedeutendsten Weinwettbewerben in Österreich. Die gleichnamige Zeitschrift Vinaria ist eine wichtige Plattform für Weinkultur im Land und bietet umfassende Informationen über die verschiedenen Weinregionen, darunter die Donau, Wien, das Burgenland und die Südsteiermark. In der Ausgabe 01/2026 liegt der Fokus auf Premium Rotweinen aus Österreich. Die Verkostungen der Weine erfolgen anonym und kommissionell, um die Qualität objektiv zu bewerten.

Ein Blick auf die Weinproduktion in Österreich

Österreichs Weinbau hat eine lange Tradition, die bis in die Antike zurückreicht. Auf einer Fläche von 44.210 Hektar werden etwa 70 % weiße und 30 % rote Rebsorten angebaut. Rund 10.000 Weinbaubetriebe sind für die durchschnittliche Produktion von 2,5 Millionen Hektolitern Wein jährlich verantwortlich, wobei der Großteil im Inland konsumiert wird. Besonders in der Steiermark, die über 5.110 Hektar Rebfläche verfügt und 12 % der gesamten Rebfläche des Landes ausmacht, gedeihen bedeutende Rebsorten wie Sauvignon Blanc, Welschriesling und Blaue Wildbacher.

Die Geschichte des Weinbaus in Österreich ist reich an Ereignissen. Während der römischen Zeit verbreitete sich der Weinbau schnell, und auch Kaiser Probus gilt als Förderer des Weinanbaus nördlich der Alpen. In der Neuzeit wurde der Weinbau durch verschiedene gesetzliche Regelungen und die Einführung der DAC-Weine (Districtus Austriae Controllatus) im Jahr 2002 weiter professionalisiert. Aktuell gibt es 18 DAC-Herkunftsbezeichnungen in Österreich, die auf die hohe Qualität und Vielfalt der heimischen Weine hinweisen.

Insgesamt zeigt die „Vinaria Trophy 2026“ nicht nur die herausragende Qualität der österreichischen Weine, sondern auch die engagierten Winzer, die mit viel Leidenschaft und Expertise zur Stärkung der heimischen Weinkultur beitragen. Die Verbindung von Tradition und Innovation ist es, die den österreichischen Weinbau so lebendig hält.