Im Freizeitzentrum Stallhofen, einer Gemeinde im Bezirk Voitsberg, wurde kürzlich ein neuer Defibrillator übergeben, der die Sicherheit der Besucher erheblich erhöhen soll. Die Übergabe fand Ende Februar statt und wurde von Bezirksrettungskommandant Roman Wonisch durchgeführt. Er übergab das lebensrettende Gerät an Bürgermeister Günter Jantscher und Vizebürgermeisterin Tanja Altenbacher. Bei dieser bedeutenden Veranstaltung waren auch Vertreterinnen und Vertreter ansässiger Vereine anwesend, die die Initiative zur Anschaffung des Defibrillators unterstützt haben. Die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und dem Roten Kreuz Voitsberg-Köflach zeigt, wie wichtig die Sicherheit im Sport- und Freizeitzentrum ist und dass man gemeinsam Verantwortung übernimmt.

Das Freizeitzentrum Stallhofen wird nun als neuer Standort für den Defibrillator im Bezirk Voitsberg fungieren. Jan Knaflic, der Kundenbetreuer für Erste Hilfe, demonstrierte die Anwendung des Gerätes, was den anwesenden Teilnehmern die Möglichkeit gab, sich aktiv mit dem Defibrillator vertraut zu machen. Sogar Bürgermeister Jantscher nutzte die Gelegenheit zum Üben, was unterstreicht, wie wichtig es ist, dass auch Führungskräfte im Notfall handlungsfähig sind. Die Frühdefibrillation durch Ersthelfer kann in kritischen Momenten Leben retten, insbesondere bei plötzlichen Notfällen wie einem Herztod.

Wichtigkeit von Defibrillatoren

Plötzlicher Herztod, häufig verursacht durch Kammerflimmern, kann in solchen Notfallsituationen eine reale Gefahr darstellen. Ein Herzinfarkt, der oft zu Kammerflimmern führt, entsteht durch den Verschluss eines Herzkranzgefäßes und beeinträchtigt die Blut- und Sauerstoffzufuhr zum Herz. Nach nur 10 bis 15 Sekunden ohne Sauerstoff verliert der Patient das Bewusstsein, und nach wenigen Minuten droht der Tod. Daher ist es entscheidend, dass bei einem solchen Vorfall sofortige Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Der neue AED (Automatisierter Externer Defibrillator) im Freizeitzentrum Stallhofen hat den Vorteil, dass er selbstständig den Herzrhythmus analysiert, nachdem Klebeelektroden angelegt wurden. Im Falle von Kammerflimmern kann der AED einen Elektroschock abgeben, um den normalen Herzrhythmus wiederherzustellen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der AED nicht bei allen Formen des plötzlichen Herztodes wirkt und nicht die sofortigen Basismaßnahmen der Wiederbelebung ersetzt. Daher muss die Thoraxkompression, also die Herzdruckmassage, ohne Verzögerung erfolgen.

Einbindung in die Erste Hilfe

Ein AED sollte unbedingt in das Gesamtkonzept der Ersten Hilfe in einem Betrieb integriert und Teil der Ersthelferausbildung sein. Während der Defibrillator einfach und sicher zu bedienen ist, mit Sprachansagen und Piktogrammen, ist es ratsam, dass eine beauftragte Person im Unternehmen eine Einweisung erhält. Die Verantwortlichkeit für das Gerät sollte klar geregelt sein, und auch die Folgekosten, wie Wartung und Zubehör, müssen berücksichtigt werden.

In Anbetracht der Tatsache, dass die Überlebenschance steigt, wenn die AED-Anwendung innerhalb von drei bis fünf Minuten erfolgt, ist es unerlässlich, dass solche Geräte in öffentlichen Einrichtungen wie dem Freizeitzentrum verfügbar sind. Die Initiative der Gemeinde Stallhofen, in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz, ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Sicherheit für alle Besucher zu erhöhen und für den Ernstfall besser gerüstet zu sein. Die Unterstützung lokaler Vereine zeigt zudem, wie Gemeinschaft und Verantwortungsbewusstsein Hand in Hand gehen können.

Für weitere Informationen zum Thema Erste Hilfe und Herzinfarkt können Sie die Seiten von BGN Akzente und Herzstiftung besuchen.