Die Südoststeiermark hat sich kürzlich als wahres Schlaraffenland für Edelbrand-Kenner erwiesen. Im Rahmen der Landesprämierung Edelbrände 2026 der Landwirtschaftskammer wurden beeindruckende fünf Landessiege in dieser kulinarisch reichen Region erzielt. Dies bestätigt einmal mehr den Stellenwert der Süd- und Weststeiermark im Bereich der hochwertigen Edelbrände, wo gleich mehrere Produzenten mit herausragenden Leistungen glänzen konnten.

Insgesamt wurden bei der Prämierung 25 goldene und 34 silberne Wertungen vergeben, was die hohe Qualität der eingereichten Produkte unterstreicht. Besonders hervorzuheben sind die ausgezeichneten Edelbrände von Gertrude und Franz Semlitsch aus Klöch, die ebenfalls zu den erfolgreichen Teilnehmern zählen.

Erfolge der Destillateure

Die Freude war groß bei den Gewinnern: Günter Peer und Robert Binder jubelten über einen Dreifachlandessieg, wobei auch Verkostungschef Georg Thünauer eine zentrale Rolle spielte. Barbara Hainzl-Jauk und Renate sowie Josef Kolar dürfen sich über ihre Doppellandessieger-Titel freuen. Auch Helmut Alessio, Stefan und Karl Kirchengast sowie Roswitha und Josef Krenn konnten einen Landessieg verbuchen. Die Liste der Landessieger ist lang und vielfältig, darunter auch Thomas Schuster, Bernard Malli und zahlreiche andere, die die hohe Kunst der Edelbrandproduktion in der Steiermark repräsentieren.

Es ist bemerkenswert, dass die Prämierungen die Spitzenleistungen von insgesamt 126 Obstbaubetrieben anerkennen, die trotz der Herausforderungen der Corona-Krise 559 Proben eingereicht hatten. Der Wettbewerb war ein wahrhaftiges „Kopf-an-Kopf-Rennen“, das die Exzellenz der steirischen Destillateure unter Beweis stellte. Die Kriterien für die Auszeichnung umfassten Geschmack, Geruch, Frucht, Typizität, Sauberkeit und Harmonie – und diese wurden von den Produzenten auf höchstem Niveau erfüllt.

Ein Blick in die Vergangenheit und die Zukunft

Die Edelbrandprämierung ist eine Tradition, die bereits im Jahr 2022 27 Landessieger kürte. Unter diesen waren Gerald und Gerlinde Hochstrasser, die mit einem Hattrick in der Kategorie Kirschfruchtsaftlikör, Holy GIN und Kürbiskerncremelikör herausstachen. Auch andere Doppellandessieger, wie Günter Peer und die Familie Semlitsch, sind in der Szene gut bekannt. Diese Erfolge zeigen, dass die steirische Edelbrandkunst nicht nur lebendig ist, sondern auch stetig wächst und sich weiterentwickelt.

Die nächste Veranstaltung, die Kür „Edelbrenner des Jahres“, steht bereits vor der Tür und verspricht erneut spannende Einblicke in die Welt der feinen Brände. Die prämierten Produkte dürfen mit Auszeichnungsplaketten und Hoftafeln gekennzeichnet werden, was nicht nur die Qualität, sondern auch die Leidenschaft der Hersteller unterstreicht. Die Zukunft der Edelbrandproduktion in der Steiermark sieht vielversprechend aus – und die Südoststeiermark bleibt ein wichtiger Akteur in dieser Genusswelt.