In der malerischen Region Südoststeiermark hat die Steirische Wasserrettung kürzlich 17 neue Wasserretter ausgebildet. Unter dem Motto „Leben-Retten-Lernen“ absolvierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen umfassenden 16-stündigen Kurs, gefolgt von einer anspruchsvollen vierstündigen Prüfung, die im Hallenbad Feldbach stattfand. Der Lehrgang konzentrierte sich auf essenzielle Fähigkeiten wie Schwimmen, Tauchen, Transport- und Bergetechniken sowie Erste-Hilfe-Maßnahmen. Am letzten Prüfungstag mussten die angehenden Retter in einer realitätsnahen Übung verunglückte Personen an Land bringen und reanimieren.

Karin Suppan, die geschäftsführende Bezirksstellenleiterin, gab einen Einblick in die Prüfungen, die nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch das nötige Wissen und die Teamarbeit der Teilnehmer auf die Probe stellten. Dankesworte kamen auch von Markus Billek, dem Finanzstadtrat von Feldbach, der dem Ausbildungsteam, geleitet von Julia Suppan, für deren Engagement dankte. Nach bestandener Prüfung überreichten Billek und Bernd Kropf, der Bezirksstellenleiter der Wasserrettung, den neuen Wasserrettern ihre Ausweise und Urkunden. Diese Zeremonie markiert nicht nur einen persönlichen Erfolg für die Teilnehmer, sondern auch einen wertvollen Gewinn für die Gemeinschaft.

Die Rolle der Wasserretter in Deutschland

Die Wasserrettung ist in Deutschland ein unverzichtbarer Bestandteil der Sicherheit an Gewässern. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) übernimmt in der Regel den Wasserrettungsdienst (WRD) und hat die Aufgabe, Badestrände im Küsten- und Binnenbereich zu überwachen. Wasserretter sind nicht nur für die Rettung von Menschen und Tieren aus Wassergefahr zuständig, sondern auch für die Überwachung des wassersportlichen Treibens und das Eingreifen bei Notfällen. Die Wasserrettung umfasst Hilfsmaßnahmen bei Bade-, Boots- und Eisunfällen. Dies geschieht sowohl an stehenden als auch an fließenden Gewässern und sogar im Winter bei Eis.

Wasserrettungsdienste, wie sie von der DLRG organisiert werden, können in Selbstverantwortung, im öffentlichen oder privaten Auftrag durchgeführt werden. Während der öffentliche Auftrag durch Gesetze oder Kommunen geregelt ist und sich meist auf Bade- und Binnengewässer konzentriert, sind private Aufträge beispielsweise in Schwimmhallen oder Freibädern zu finden. Die Hauptaufgabe der Wasserrettung besteht darin, Menschen in Notlagen zu helfen und im Ernstfall schnell und effektiv zu handeln.

Ausbildung und Qualifikation von Wasserrettern

Um als Wasserretter tätig zu werden, müssen angehende Helfer bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehört das deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber, das maximal zwei Jahre alt sein darf. Außerdem ist eine ehrenamtliche, längerfristige Mitarbeit im Wasserrettungsdienst erforderlich, die mindestens drei Monate vor dem ersten Lehrgang begonnen haben sollte. Die DLRG bietet eine Vielzahl von Ausbildungsmöglichkeiten, angefangen mit der „Basisausbildung Einsatzdienste“, die seit dem 1. Januar 2018 als erste einsatzspezifische Ausbildung gilt. Diese Ausbildung deckt wichtige Aspekte wie Funk, Orts- und Gewässerkunde, Einsatzabläufe, Gefahren und Selbstschutz sowie Materialkunde ab.

Nach der Basisausbildung haben die Wasserretter die Möglichkeit, sich in verschiedene Richtungen weiterzubilden und ihre Qualifikationen zu erweitern. Dies sichert nicht nur ihre persönliche Weiterentwicklung, sondern auch die hohe Qualität der Wasserrettungsdienste in Deutschland. Die neue Generation von Wasserrettern in der Südoststeiermark ist somit nicht nur gut ausgebildet, sondern trägt auch aktiv zur Sicherheit in ihrer Region bei. Weitere Informationen zur Ausbildung und den Aufgaben von Wasserrettern finden Sie auf der Webseite der DLRG hier.