In der Südoststeiermark tut sich derzeit einiges im Bereich der Geothermie. Neun „Seismik Trucks“ der OMV sind seit Mittwoch in der Region unterwegs, um heißes Wasser für ein geplantes Fernwärme-Projekt in Graz zu finden. Diese 30 Tonnen schweren und zehn Meter langen Trucks sind mit modernster Technik ausgestattet. An der Ortseinfahrt von Gnas, auf Höhe des Fußballstadions, wurden sie zuvor technisch geprüft, bevor die eigentlichen Messungen begannen. Obwohl die Reaktionen der Anwohner größtenteils positiv sind, herrscht in einer Gemeinde große Unsicherheit über die anstehenden Arbeiten, die bis April 2026 andauern sollen, wie die Kleine Zeitung berichtet.
Die seismischen Messungen werden im Zeitraum vom 9. Februar bis April 2026 durchgeführt. Dabei kommen spezielle Seismik-LKWs entlang öffentlicher Straßen zum Einsatz, um kontrollierte Schwingungen zu erzeugen. Diese Schwingungen ermöglichen es, die Reflexionen der tiefen Gesteinsschichten aufzuzeichnen, und zwar mittels Geophonen, die am Wegesrand platziert werden. Die Vibrationsanregungen sind im Bereich natürlicher Bodenschwingungen angesiedelt und sollen keine negativen Umweltauswirkungen haben. Insgesamt sind rund 900 Kilometer an Messungen geplant, wobei drei Teams parallel arbeiten, um den Ablauf zügig zu gestalten. Die Geophone, ausgestattet mit GPS für die genaue Positionsnachverfolgbarkeit, werden nach der Messphase wieder eingesammelt.
Informationen über Verkehrsbeeinträchtigungen
Die Nutzung der Seismik-Trucks wird voraussichtlich Verkehrsbeeinträchtigungen in den betroffenen Bereichen mit sich bringen. Die OMV hat bereits darauf hingewiesen, dass sie keine Haftung für die Richtigkeit der dargestellten Daten übernehmen kann. Für Fragen stehen die verantwortlichen Stellen unter der E-Mail-Adresse seismik-steiermark2026@omv.com oder telefonisch unter 0664/6121953 zur Verfügung.
Aktueller Messfortschritt und weitere Informationen
Ein aktueller Messfortschritt kann in einer verlinkten Karte eingesehen werden, die die Straßenabschnitte mit geplanten, laufenden oder abgeschlossenen Messungen anzeigt. Wer mehr über die Hintergründe und den Kontext der geothermischen Maßnahmen erfahren möchte, findet auf steiermark.orf.at weitere Informationen.
Die Entwicklungen in der Südoststeiermark sind somit nicht nur für die Anwohner, sondern auch für die zukünftige Energieversorgung von Graz von großer Bedeutung. Es bleibt spannend, wie sich die Suche nach heißem Wasser auf die Region und ihre Bewohner auswirken wird.