In der malerischen Südoststeiermark, genauer gesagt auf dem Bio-Obsthof der Familie Kirchengast in Schützing, gedeihen nicht nur traditionelle Früchte, sondern auch exotische und tropische Spezialitäten. Hier wachsen Kiwis, Kakis, Wassermelonen, Mandeln und Physalis. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Zitrusfrucht „Buddhas Hand“, die durch ihre außergewöhnliche Form und ihren intensiven Duft besticht. Solche Entwicklungen auf dem Obsthof sind nicht nur das Ergebnis innovativer Landwirte, sondern auch eine Reaktion auf die Herausforderungen des Klimawandels, die den Obstbau in Deutschland und darüber hinaus prägen. Mehr Informationen zu diesem faszinierenden Thema können Sie in einem Artikel der Kleinen Zeitung nachlesen.
Der Klimawandel bringt erhebliche Herausforderungen für Obstbau-Betriebe mit sich. Extreme Wetterereignisse wie Trockenheit und Hagel sowie ein erhöhter Schädlingsdruck beeinträchtigen die Erträge. So führen steigende Temperaturen in Deutschland dazu, dass die Blütezeit vieler Obstsorten, wie Äpfel und Kirschen, um bis zu drei Wochen früher einsetzt als in den 1970er-Jahren. Dies erhöht das Risiko für Frostschäden, was die Landwirte zwingt, auf Maßnahmen wie Frostschutzberegnung zurückzugreifen. Im Jahr 2024 wurden in Deutschland etwa 47.050 Hektar Baumobst angebaut, wobei Äpfel mit ca. 32.990 Hektar die wichtigste Kultur darstellen. Auch hier spielen die innovativen Ansätze der Landwirte eine entscheidende Rolle, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Nähere Informationen dazu finden Sie in einem Artikel von Landwirtschaft.de.
Exotische Früchte im Aufwind
Die Anpassung an die klimatischen Veränderungen führt dazu, dass viele Landwirte in Deutschland, besonders in den wärmeren Regionen, vermehrt auf den Anbau exotischer Früchte setzen. Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen, die traditionell mit südlicheren Gefilden assoziiert werden, finden auch in deutschen Gärten und Obstplantagen ihren Platz. Jörg Hilbers, Geschäftsführer der Bundesfachgruppe Obstbau, hebt hervor, dass der Anbau solcher Früchte vor allem in den südlichen Bundesländern wie Baden-Württemberg und der Pfalz zugenommen hat. In diesen Regionen ist das milde Klima besonders förderlich für den Anbau. Dennoch bleibt der Anbau südlicher Früchte in anderen Gebieten wie dem Alten Land, dem größten Obstanbaugebiet Deutschlands, eine Randkultur. Informationen zu dieser Entwicklung finden Sie im Artikel von Volksstimme.
Die Vegetation beginnt in vielen Gebieten bereits 14 Tage früher, was den Obstbauern neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen bietet. Während die Nachfrage nach heimischen Früchten steigt, sind die Produktionskosten aufgrund strenger Umweltstandards und des Mindestlohns hoch, was die Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu günstigeren Importfrüchten beeinträchtigt. Dennoch sind viele Landwirte optimistisch und setzen auf Direktvermarktung und gute Kontakte zu Feinkostgeschäften, um ihre Produkte erfolgreich zu verkaufen.
In der Südoststeiermark zeigt der Bio-Obsthof der Familie Kirchengast, wie durch innovative Ansätze und den Mut zur Veränderung auch in Zeiten des Klimawandels neue, spannende Obstsorten gedeihen können. Damit wird nicht nur der lokale Markt bereichert, sondern auch ein Beitrag zur Diversifizierung der Obstproduktion in Deutschland geleistet.