In der Südoststeiermark engagieren sich Schülerinnen und Schüler des Bundesschulclusters Mureck aktiv für die Gesellschaft. Bei einer kürzlich durchgeführten Typisierungsaktion haben sich 93 neue potenzielle Stammzellspender registriert. Organisiert wurde die Aktion von „Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich“, die damit einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Blutkrebs leisten. Die Jugendlichen unterstützten nicht nur die Abläufe, sondern teilten auch ihre Erfahrungen in einem Video, was den Gemeinschaftssinn und das Mitgefühl der Teilnehmer unterstrich. Clusterleiter Christof Biener-Oberzaucher ermöglichte dieses wertvolle Projekt, das als Hoffnungsträger für viele Menschen angesehen wird.
Die Typisierungsaktion ist Teil einer breiteren Initiative, die auch von der Drogeriemarktkette dm unterstützt wird. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens in Österreich wird die Initiative „Lust an Zukunft“ ins Leben gerufen, um ehrenamtliches Engagement sichtbar zu machen. Ehrenamtlich Engagierte erhalten hier eine Plattform, um über ihre wertvolle Arbeit zu berichten. Dies geschieht auch in einer Stadt wie Bad Radkersburg, die zwischen historischem Erbe und modernen Einflüssen steht und in der starke Tourismusstrukturen sowie ein vielfältiges Bildungsangebot vorhanden sind. Auch die Gemeinde St. Peter am Ottersbach investiert in die Zukunft, indem sie zentrale Infrastrukturprojekte abschließt, um die Lebensqualität der Bürger zu verbessern.
Die Bedeutung der Stammzellenspende
Eine Stammzellenspende kann häufig bei Blutkrebs, insbesondere Leukämie, Leben retten. Jeder gesunde Mensch im Alter von 17 bis 55 Jahren kann sich als Stammzellspender registrieren. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass 17-Jährige zwar registriert werden dürfen, aber erst ab 18 Jahren aktiv in der Datei sind. Die Registrierung erfolgt in der Regel über einen einfachen Wangenabstrich, und die gesammelten Daten werden dann an eine Spenderdatei wie die DKMS weitergeleitet. Eine erneute Registrierung ist nicht notwendig, wenn man bereits erfasst ist.
Allerdings gibt es bestimmte Ausschlusskriterien für die Registrierung. Personen mit schweren Erkrankungen oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollten Rücksprache mit der DKMS halten. Zu den Ausschlusskriterien gehören starkes Übergewicht, schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen, unter anderem. Dennoch gibt es auch Fälle, in denen eine Registrierung ohne Rücksprache möglich ist, etwa bei stabilen gesundheitlichen Bedingungen.
Ablauf der Stammzellenspende und Risiken
Wenn ein potenzieller Spender gefunden wird, erfolgt die Stammzellenspende meist durch eine Blutspende, was die häufigste Methode darstellt. Diese erfolgt ambulant, dauert in der Regel 3-5 Stunden und benötigt keine Narkose. In selteneren Fällen wird eine Knochenmarkspende unter Vollnarkose durchgeführt, die etwa eine Stunde in Anspruch nimmt und einen Krankenhausaufenthalt von 1-2 Nächten erfordert.
Bei der Blutstammzellenspende wird ein Medikament verabreicht, um die Produktion der Stammzellen zu erhöhen. Nach der Blutspende ist der Spender meist sofort wieder arbeitsfähig, während nach einer Knochenmarkspende eine Krankschreibung von 3-10 Tagen notwendig ist. Die Stammzellenspende ist dabei vollkommen freiwillig und erfolgt ohne Bezahlung, jedoch werden alle anfallenden Kosten erstattet.
Insgesamt ist die Stammzellenspende eine wertvolle Möglichkeit, schwerkranken Menschen zu helfen. Die Typisierung und Registrierung sind der erste Schritt, um vielleicht einmal selbst zum Lebensretter zu werden. Wer mehr über die Möglichkeiten erfahren möchte, kann sich auf den Webseiten der DKMS und „Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich“ informieren.
Wir möchten alle dazu ermutigen, sich über die Bedeutung der Stammzellenspende zu informieren und, wenn möglich, aktiv zu werden. Zusammen können wir einen Unterschied im Leben von Menschen mit Blutkrebs machen!





