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In der Region Südoststeiermark wird ein spannendes Projekt mit dem Namen „deProfundis“ ins Leben gerufen, das die grenzüberschreitende touristische Entwicklung zwischen Gornja Radgona in Slowenien und Bad Radkersburg in Österreich zum Ziel hat. Besonders im Fokus stehen die einzigartigen natürlichen und kulturellen Besonderheiten der Region, wie Mineral- und Thermalquellen sowie die faszinierenden Mofetten, die als seltene Naturphänomene gelten. Mofetten sind Ausströmungen von Kohlendioxidgas aus der Erde, die besondere Ökosysteme schaffen und einen bedeutenden Teil der lokalen Identität ausmachen.

Im Rahmen des Projekts fanden bereits mehrere Schulungen für lokale Fremdenführer und interessierte Bürger statt. Bei diesen Veranstaltungen nahmen fast 50 Teilnehmer aus beiden Ländern teil. Eine dreitägige Ausbildung in Gornja Radgona schloss 19 Teilnehmer ein, während über 30 Interessierte an einer eintägigen Schulung teilgenommen haben. Die Themen umfassten nicht nur die natürlichen Gegebenheiten, sondern auch moderne Ansätze der Gästeführung, die weit über die reine Faktenvermittlung hinausgehen. Diese Schulungen sind ein wichtiger Bestandteil, um das Verständnis und die Wertschätzung für die Region zu fördern.

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Vernetzung und Zukunftsperspektiven

Ein praxisorientierter Workshop ist für den 22. April 2024 im Zehnerhaus Bad Radkersburg geplant, der lokale Anbieter und Akteure vernetzen soll. Eingeladen sind Anbieter von Unterkünften, Gastronomie, Aktivitäten, Touristen- und Radguides sowie Vertreter von Bildungs- und akademischen Institutionen. Ziel des Workshops ist es, die neue grenzüberschreitende touristische Geschichte entlang der Mur aktiv mitzugestalten.

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Das Projekt „deProfundis“ wird im Rahmen des Interreg-Programms Slovenia–Austria 2021–2027 umgesetzt und hat eine Laufzeit von November 2023 bis Oktober 2026. Mit einem Gesamtwert von 949.115,80 Euro, von denen 80% durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert werden, ist es ein bedeutendes Vorhaben für die Region. Partner in diesem Projekt sind unter anderem das Institute of the Republic of Slovenia for Nature Conservation und die Stadtgemeinde Bad Radkersburg.

Nachhaltiger Tourismus und kulturelles Erbe

Ein weiterer wichtiger Aspekt dieser Initiative ist das Projekt „Ohranjanje dediščine ‚Iz globin'“, das ebenfalls auf den grenzüberschreitenden nachhaltigen Tourismus abzielt. Hierbei wird die einzigartige natürliche und kulturelle Erbschaft der Mofetten und Salinen in der Region betrachtet. Die Entwicklung eines gemeinsamen Aktionsplans für das nachhaltige Management dieser Ressourcen ist von entscheidender Bedeutung, um die Erhaltung und den Schutz dieser wertvollen Naturstätten zu gewährleisten.

Zusätzlich wird ein innovativer grenzüberschreitender touristischer Produktansatz mit Programmen für Radfahren, Bildung und kulturelle Kreativität angestrebt. Dies soll nicht nur den Tourismus fördern, sondern auch die Identität und Bekanntheit der Region stärken und gleichzeitig die lokale Natur und Umwelt positiv beeinflussen.

In diesem Kontext wird auch auf die Bedeutung des Branchendialogs „Tourismus für nachhaltige Entwicklung“ verwiesen, der 2016 gegründet wurde und sich mit den positiven Effekten des Tourismus auf die Entwicklung von Ländern des Globalen Südens beschäftigt. Mit rund 30 Mitgliedern aus der Reisebranche, Tourismusverbänden und Universitäten wird hier ein gemeinsames Engagement gefördert, um Arbeitsplätze zu schaffen, lokale Wirtschaftskreisläufe zu stärken und die Infrastruktur zu verbessern. Solche Initiativen sind essenziell, um die Risiken einer unkontrollierten Tourismusentwicklung zu minimieren und die Chancen für eine positive Entwicklung zu nutzen.

Das Projekt „deProfundis“ und die damit verbundenen Schulungen und Workshops sind somit nicht nur ein Schritt in Richtung einer nachhaltigen touristischen Entwicklung, sondern auch ein Beitrag zur Erhaltung und Förderung der einzigartigen kulturellen und natürlichen Schätze der Region entlang der Mur.

Für weitere Informationen zu den Projekten und Initiativen in der Region besuchen Sie bitte die Quelle sowie die Zehnerhaus-Website.