In der Südoststeiermark fand kürzlich die 66. Verleihung des Innovationspreises im Steirischen Vulkanland statt, und die Atmosphäre in der Fachschule Schloss Stein in Fehring war geprägt von Kreativität und einem Hauch von Tradition. Bürgermeister Johann Winkelmaier eröffnete die Veranstaltung und war sichtlich erfreut über die zahlreichen Preise, die an Betriebe aus seiner Gemeinde vergeben wurden. Diese Veranstaltung erweist sich nicht nur als Plattform zur Würdigung innovativer Ideen, sondern spiegelt auch die enorme Handwerkskunst der Region wider.
Das Epizentrum des Handwerks im Vulkanland, bestehend aus Fehring, Kapfenstein und Unterlamm, präsentierte eine Vielzahl von kreativen Einreichungen. Der Hauptpreis ging an Martin Gutmann und Silvia Brandi für ihr zukunftsorientiertes Projekt „Farmlab“ in Kapfenstein, das mit innovativen Bautechniken wie der „Yakisugi-Fassade“ und Raku-Keramik aus dem 3D-Drucker aufwartet. Diese Techniken sind nicht nur innovativ, sondern auch eine Hommage an traditionelle Handwerkskunst.
Preisträger und ihre Projekte
Der zweite Platz wurde von Teresa Kirchengast aus Schützing für ihr „Scherbenreserl“ geholt, eine alltagstaugliche Keramik, die sowohl funktional als auch ästhetisch ansprechend ist. Den dritten Platz sicherte sich Hans-Peter Kirbisser aus Feldbach mit seiner Austrian Drumhead Company, die Felltrommeln herstellt. Interessanterweise war Kirbisser aufgrund eines Schneesturms live aus New York zugeschaltet, was die internationale Reichweite des Wettbewerbs verdeutlicht.
Insgesamt wurden 66 Innovationspreise verliehen, mit 1.136 Einreichungen aus verschiedenen Bereichen. Zu den weiteren bemerkenswerten Einreichungen zählten das Autwool-Gilet von Gert Rücker und dem JMB-Fashion-Team, sowie mehrere Sonderpreise. Diese Preise wurden unter anderem für Projekte wie die CO2-neutrale Blähton-Produktion von Lias Österreich in Fehring und die erneuerbare Energiegemeinschaft „PV-SO“ von Roland Gutmann und Armin Wagner verliehen.
Innovationsförderung im Vulkanland
Der Innovationspreis ist nicht nur ein Wettbewerb, sondern auch eine wichtige Plattform, um die innovative Kraft der Region zu fördern. Er dient dazu, Kooperationen zwischen innovativen Wirtschaftstreibenden und Interessierten zu schaffen. Jährlich werden Preise in den Bereichen Lebenskraft, Kulinarik und Handwerk, einschließlich erneuerbarer Energien, vergeben. Die nächste Einreichung für den Innovationspreis ist im Herbst 2026 geplant, was die kontinuierliche Suche nach neuen Ideen und Lösungen in der Region unterstützt. Weitere Informationen dazu finden sich auf der Website der Vulkanland-Regionalwirtschaft.
Die Handwerksförderung der Bundesregierung spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie unterstützt Investitionen in Neugründungen, Unternehmensnachfolgen und die Weiterbildung von Fachkräften. Diese Maßnahmen sind entscheidend für die Stärkung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Handwerksbetriebe. Zu den unterstützenden Programmen gehören Beratungs- und Technologietransferstellen, die darauf abzielen, die Leistungsfähigkeit der Unternehmen zu steigern und sie in der heutigen digitalen Welt zu unterstützen. Weitere Informationen sind auf der Website des Bundeswirtschaftsministeriums zu finden.