Die Diskussion um künstliche Intelligenz (KI) nimmt in der heutigen Geschäftswelt Fahrt auf. Trotz der enormen Fortschritte in der Technologie zeigt sich, dass viele Unternehmen mit der Umsetzung von KI noch zögern. Eine neue Folge der beliebten Reihe „No Hype KI“ beleuchtet dieses Thema eingehend. Unterstützt von namhaften Partnern wie ACP, EY, ITSV, KEBA Group, Lenovo, Microsoft, ONTEC AI und der Universität Graz, thematisiert die erste Episode der zweiten Staffel den Geschäftsnutzen von KI-Experimenten. Die Runde, bestehend aus Experten wie Christoph Mayer von EY, Christian Casari von ONTEC AI, Marcus Kautsch von ACP und Ana Simic von Propeller – AI Consultancy, diskutiert, wie Organisationen mit der Geschwindigkeit und Tragweite von KI umgehen können.
In der Diskussion wird herausgestellt, dass KI mehr als ein technisches Thema ist. Mayer betont, dass Unternehmen klare Governance-Strukturen benötigen, um KI erfolgreich zu integrieren. Kautsch warnt vor dem sogenannten „Friedhof der Proof-of-Concepts“, wo viele Projekte ohne echten Nutzen enden. Simic weist darauf hin, dass unterschiedliche digitale Reifegrade und Ängste in Teams viele Initiativen bremsen. Dies spiegelt sich auch in der Tatsache wider, dass 95% der Unternehmen bislang keinen echten Nutzen aus KI ziehen. Ein zentrales Anliegen ist es, die Mitarbeitenden in den Prozess einzubeziehen, um die Akzeptanz zu fördern.
Strategien und Herausforderungen der KI-Integration
Die Herausforderungen bei der KI-Integration sind vielschichtig. Laut einer globalen KI-Studie wird der Markt für KI-Anbieter als fragmentiert beschrieben, ohne ein dominantes Modell. Die meisten Unternehmen setzen auf hybride Strategien, die eine Kombination aus internen Entwicklungen und externen Partnern beinhalten. Dabei nutzen viele die Vorteile von Hyperscalern für schnelle Agilität und Kontrolle. Es ist wichtig, solide Grundlagen wie Daten, Cloud und Governance-Plattformen zu schaffen, um eine unternehmensweite Integration zu gewährleisten.
Ein weiterer Aspekt, der in der Diskussion zur Sprache kommt, ist der Umgang mit KI-Agenten. Diese Technologien verbreiten sich rasant, und Unternehmen testen zunehmend deren hochautonome Fähigkeiten. Dennoch liegt die Herausforderung nicht nur im Aufbau dieser Systeme, sondern vor allem in der Steuerung und der Einhaltung von Compliance-Anforderungen. In Deutschland beispielsweise sorgen sich 53% der Unternehmen um Datenschutz-Compliance, während 58% unklare rechtliche Konsequenzen fürchten. Diese Unsicherheiten hemmen die Einführung von KI erheblich.
Erfolgsfaktoren und Zukunftsausblick
Die Integration von KI erfordert eine gründliche Vorbereitung und die Zusammenarbeit mit lokalen Experten. Erfolgreiche Projekte zeigen, dass die durchschnittliche Effizienzsteigerung durch KI-Automatisierung bei etwa 15% liegt. Unternehmen wie Siemens und Volkswagen haben bereits von signifikanten Effizienzgewinnen profitiert. Die Einführung von KI-Technologien, wie generativer KI oder Prozessautomatisierung, wird bis 2025 auch in Deutschland auf ein Marktvolumen von 9,1 Milliarden US-Dollar wachsen.
Die Entwicklung einer klaren KI-Strategie wird unerlässlich, um die Herausforderungen der digitalen Transformation zu meistern. Eine 3-Phasen-Roadmap zur KI-Integration könnte dabei helfen: Zuerst sollten die Grundlagen geschaffen werden, gefolgt von der Implementierung von Pilotprojekten und schließlich der Skalierung und Optimierung erfolgreicher Anwendungen. Kautsch hebt hervor, dass Unternehmen nicht mehr als drei große Use Cases gleichzeitig priorisieren sollten, um Überforderung zu vermeiden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Integration von KI in den Unternehmensalltag mit vielen Herausforderungen verbunden ist, aber auch immense Chancen bietet. Es ist an der Zeit, dass Unternehmen die Potenziale der KI erkennen und aktiv nutzen, um im digitalen Zeitalter wettbewerbsfähig zu bleiben. Für weitere Informationen zu diesem Thema können Sie die umfassende Analyse auf Brutkasten sowie die globale KI-Studie auf Wavestone und die Einschätzungen zur digitalen Transformation auf Innobu nachlesen.