Im malerischen Murtal, bekannt für seine winterlichen Landschaften mit Reif und Schnee, wird das Leben der bergbäuerlichen Familien in der kalten Jahreszeit lebendig. In der neuen Episode der Sendung „Entlang dem Murtal“, die Teil der Serie „Das Erbe der Guldenburgs“ ist, besucht der Gestalter Michael Weinmann verschiedene Orte in dieser bezaubernden Region. Diese Episode wird am 9. Februar 2026 um 17:40 Uhr auf ORF 3 ausgestrahlt. Hier wird besonders das Leben und die Traditionen der Menschen in dieser winterlichen Idylle in den Fokus gerückt.
Ein eindrucksvolles Beispiel für die Traditionen der Bergbauern ist Cilli Spreitzer, die mit ihrem Mann den höchstgelegenen Bergbauernhof von St. Georgen am Kreischberg auf 1.275 Metern betreibt. Die ehemalige Bäckerin, die 1983 zur jüngsten Bäckermeisterin Österreichs gekrönt wurde, ist ein lebendiges Zeugnis für die Verbindung von Tradition und Moderne. Ihr Sohn Harald, der als Musiker aktiv ist, sorgt dafür, dass die Familie am Wochenende gemeinsam musiziert. In diesen kühlen Wintermonaten ist das Murtal ein Ort, an dem die Traditionen lebendig gehalten werden und die Gemeinschaft im Vordergrund steht.
Winterliche Aktivitäten und Traditionen
Ein weiterer Protagonist der Episode ist Viktor Seidl, der mit seiner Frau eine Pension in St. Rupprecht ob Murau führt. Mit seinen 70 Jahren ist er gelernter Mechaniker und nutzt die Wintermonate, um Landwirtschaftsgeräte für die Sommerarbeit zu reparieren. Dies zeigt, dass der Alltag der Bergbauern auch im Winter aktiv bleibt, trotz der Ruhe, die die kalte Jahreszeit mit sich bringt.
Die winterliche Berglandschaft bietet nicht nur schneebedeckte Gipfel und klare, kalte Luft, sondern auch Raum für Besinnung. Die Alm-Bauern pflegen den Brauch „Heilig Abend mit den Tieren“, wo sie ihren Tieren am Heiligabend danken und sie beschenken. Diese Tradition wird von allen Generationen der bäuerlichen Familien hochgehalten. So erhalten beispielsweise Pferde eine Extraportion Heu, gefüllt mit Äpfeln und getrocknetem Brot, was die tief verwurzelte Beziehung zwischen Mensch und Tier verdeutlicht.
Schneeschuhwanderungen und regionale Spezialitäten
Wer die winterliche Landschaft aktiv erleben möchte, kann an einer dreistündigen Schneeschuhwanderung zur Brüggele-Alp auf 1.700 Metern Höhe teilnehmen. Dort bietet die Hüttenwirtin Maria Müller ihre berühmte Gerstensuppe und selbst gebackenes Birnenbrot an. Diese kulinarischen Köstlichkeiten sind ein Highlight für jeden Winterurlauber, der die Region Murtal besucht. Für Abenteuerlustige gibt es auch die Möglichkeit, Schlittenfahrten mit Huskies auf der Tschengla-Alm zu erleben, was durch die verschneite Landschaft zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.
In der Weihnachtszeit wird die Region von den Bürserberger Bläsern musikalisch umrahmt, was zur festlichen Stimmung beiträgt. Diese Rituale und die Gastfreundschaft der Alm-Bauern verleihen der Weihnachtszeit auf der Vorarlberger Alm eine besondere Note, fernab von überfüllten Pisten und lautem Après-Ski-Trubel.
Insgesamt bietet der Winter im Murtal eine Zeit der Ruhe und Besinnung für Mensch, Tier und Natur. Obwohl der Alltag der Bergbauern aktiv bleibt, verlagern sich die Tätigkeiten auf den Hof und in die nahegelegenen Wälder. Arbeiten wie die Fütterung und Pflege der Tiere, Holzarbeiten oder Kutschfahrten durch die verschneite Landschaft stehen auf der Agenda. Diese Wintermonate sind nicht nur eine Zeit der Arbeit, sondern auch eine Gelegenheit, über das vergangene Jahr nachzudenken und Pläne für die Zukunft zu schmieden. Die Frage der Hofnachfolge beschäftigt viele Bergbauern, was die Herausforderungen dieser Lebensweise verdeutlicht.
Für weitere Informationen zu dieser faszinierenden Region und den Traditionen der Bergbauern im Winter, kann die Sendung auf Hörzu und TV.de verfolgt werden.