Am Samstagnachmittag, dem 21. Februar 2026, ereignete sich im Lachtal, Steiermark, ein tragischer Lawinenunfall, der das Leben eines 21-jährigen slowakischen Skifahrers forderte. Der Vorfall fand abseits der Piste auf einer Höhe von etwa 1880 Metern am Hohen Zinken in den Wölzer Tauern statt. Der junge Mann war mit fünf Landsleuten unterwegs, die zum Glück alle unverletzt blieben. Trotz der geltenden Warnstufe 3, die auf eine erhebliche Lawinengefahr hinweist, entschloss er sich, im freien Gelände zu fahren. Diese Entscheidung sollte fatale Folgen haben.
Die Lawine, die eine Größe von etwa 200 mal 200 Metern hatte, verschüttete den Skifahrer, was einen großangelegten Einsatz der Bergrettung nach sich zog. Insgesamt waren 120 Einsatzkräfte aus den Regionen Pöls, Murtal und Murau an der Rettungsaktion beteiligt, unterstützt von einem Polizeihubschrauber sowie einem Notarzthubschrauber. Ein Lawinensuchhund fand das Opfer in einer Tiefe von rund 1,40 Metern, jedoch konnte nur noch der Tod des Skifahrers festgestellt werden. Laut Polizei hatte keiner der sechs Slowaken eine Lawinenausrüstung dabei, was die Tragik des Vorfalls zusätzlich unterstreicht. Die Erhebungen zur Auslösung des Schneebretts sind derzeit im Gange, um die genauen Umstände des Unglücks zu klären.
Lawinenwarnstufen und ihre Bedeutung
Die Gefahrenstufen für Lawinen sind entscheidend für die Sicherheit im Gebirge. 1993 einigten sich europäische Lawinenwarndienste auf eine einheitliche Lawinengefahrenstufenskala, die in fünf Stufen unterteilt ist. Diese Stufen berücksichtigen die Schneedeckenstabilität, die Häufigkeit von Gefahrenstellen im Gelände und die potenzielle Lawinengröße. Besonders wichtig ist, dass die Gefahr exponentiell mit steigenden Gefahrenstufen zunimmt. Bei Gefahrenstufe 4, also „Groß“, ist das Risiko für Leib und Leben deutlich höher als bei Gefahrenstufe 2, wo die Gefahr als „Mäßig“ eingestuft wird. Innerhalb einer Gefahrenstufe kann die Lawinengefahr zudem unterschiedlich ausgeprägt sein, was für Wintersportler von großer Bedeutung ist, um informierte Entscheidungen zu treffen.
Angesichts dieser tragischen Ereignisse ist es wichtig, sich immer der Gefahren bewusst zu sein, die beim Skifahren in ungesichertem Gelände lauern. Das Lachtal und die umliegenden Gebirgen bieten zwar wunderbare Möglichkeiten für Skifahrer, doch die Natur sollte immer mit Respekt behandelt werden. Diese Vorfälle mahnen uns, die Sicherheitsvorkehrungen ernst zu nehmen und sich stets über die aktuellen Bedingungen und Warnstufen zu informieren. Die Tragödie vom vergangenen Samstag ist ein eindringlicher Appell an alle Wintersportler, verantwortungsbewusst zu handeln, um solche Unfälle in Zukunft zu vermeiden. Weitere Informationen zu den Gefahrenstufen finden Sie auf der Seite des Lawinenwarndienstes.