Heute ist der 25.02.2026 und die Mobilität in der Steiermark steht vor einem spannenden Umbruch. Die ÖBB und Siemens Mobility haben die neuen „Railjet M“-Züge vorgestellt, die ab 2028 auf Interregio-Linien verkehren sollen. Diese neuen Züge sind nicht nur ein technisches Highlight, sondern auch eine positive Nachricht für ländliche Regionen, wie der SPÖ-Verkehrssprecher Wolfgang Moitzi betont. Die Koralmbahn, ein wichtiges Infrastrukturprojekt, wird als Meilenstein für den steirischen Mobilitätssektor hervorgehoben.
Insgesamt wurden 31 neue Züge bei Siemens bestellt, die eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erreichen. Die Züge sind mit modernster Technik und einem neuen Raumkonzept ausgestattet, das großzügigere Innenräume verspricht. Pro Garnitur stehen 215 Sitzplätze zur Verfügung, und der Komfort wird durch Platz für Fahrräder, Ski- und Snowboards sowie Spielmöglichkeiten für Kinder ergänzt. WLAN und Infomonitore sorgen dafür, dass die Fahrgäste auch unterwegs gut informiert sind. Besonders hervorzuheben ist die Barrierefreiheit: Niederflureinstiege und Rollstuhlplätze machen die Züge für alle zugänglich. Diese neuen Züge werden auf den Interregio-Linien Aichfeld, Ennstal, Pyhrn, Pinzgau und Mur-Drau eingesetzt, wobei vier der Strecken durch die Steiermark führen.
Innovationen und Nachhaltigkeit
Der Railjet M ist durchgängig barrierefrei gestaltet, was bedeutet, dass auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität problemlos ein- und aussteigen können. Die Niederflureinstiege mit Schiebetritten und Hubliften an jeder Fahrzeugseite erleichtern den Zugang zu Bahnhöfen mit unterschiedlichen Bahnsteighöhen. Zudem sind zwei Rollstuhlstellplätze mit elektrisch höhenverstellbaren Tischen vorhanden, und ein großzügiges barrierefreies WC sorgt für zusätzlichen Komfort. Assistenzhunde und Kinderwägen sind im Fahrzeugkonzept ebenfalls berücksichtigt. Der Railjet M vereint Innovation, Nachhaltigkeit und Komfort, und die ersten Renderings zeigen bereits, was ab 2028 auf die Schiene kommt.
Diese Entwicklungen stehen nicht nur im Kontext der regionalen Mobilität, sondern sind auch Teil einer größeren Bewegung in Europa. Die EU arbeitet an einem Verkehrssystem, das allen Bürgerinnen und Bürgern eine problemlose und unabhängige Reise ermöglicht. Im Rahmen des Programms Horizont 2020 werden elf EU-finanzierte Projekte vorgestellt, die ein inklusives und barrierefreies Verkehrssystem fördern. Über 80 Millionen Menschen in Europa haben eine Langzeitbehinderung, und ein inklusives Verkehrssystem soll Bewegungsfreiheit und Zugang zu Dienstleistungen für alle gewährleisten.
Zukunft der Mobilität
Ein wichtiger Aspekt ist der Europäische Grüne Deal, der die Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität festlegt. Die Förderung bürgernaher Mobilität und barrierefreier Verkehrsinfrastruktur in allen Regionen ist ein zentrales Anliegen. Der Fokus auf eine inklusive Verkehrsplanung, die sozioökonomische und gesellschaftliche Faktoren berücksichtigt, wird immer wichtiger. Projekte wie „Cities-4-People“ oder „TInnGO“ zeigen, wie eine menschenorientierte und diversitätssensible Mobilität der Zukunft aussehen kann.
Die neuen Railjet M-Züge sind somit nicht nur ein Schritt in Richtung modernerer und nachhaltigerer Mobilität in der Steiermark, sondern auch ein Teil eines größeren, europäischen Ziels: die Schaffung eines Verkehrssystems, das für alle zugänglich und benutzerfreundlich ist. Der Fortschritt in der Mobilität ist ein Gewinn für uns alle.